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Kanalunfall: Gutachten soll Anfang 2008 vorliegen

OLFEN Mehr als zwei Jahre nach dem Unfall an der Überführung des Dortmund-Ems-Kanals in Olfen stehen die Untersuchungen vor dem Abschluss. Die Staatsanwalt Dortmund geht davon aus, dass Anfang kommenden Jahres das Gutachten zum Zustand des Bauwerks und der möglichen Unfallursache vorliegt.

Kanalunfall: Gutachten soll Anfang  2008 vorliegen

An dieser Baustelle eignete sich im Oktober 2005 der Unfall.

Dann geprüft werden,  ob ein strafrechtlich relevantes Vergehen vorliege und ein Prozess nötig ist, erklärte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Diese ermittelt bislang wegen „Herbeiführens einer Überschwemmung“ gegen Unbekannt.

40 Meter langer Riss in der Spundwand

Die Kanalüberführung war am 11. Oktober 2005 während Bauarbeiten beschädigt worden. Dabei war ein rund 40 Meter langer Riss in der Spundwand des Kanals entstanden. Durch das Leck und die notwendig gewordene Trockenlegung eines rund acht Kilometer langen Teilstücks der Wasserstraße flossen rund 1,5 Millionen Kubikmeter Wasser in die Lippe ab. Der Kanal musste wegen der Reparatur rund zwei Monate lang gesperrt werden.

Binnenschiffer verantwortlich?

Das Gutachten soll nun Auskunft darüber geben, ob die Bauleitung oder die -aufsicht den Unfall verschuldet hatte. Zu klären ist auch, inwieweit zwei Binnenschiffer für den Zwischenfall verantwortlich sind. Sie hatten kurz vor dem Auftreten des Lecks eine Kollision verursacht und damit die Leckage möglicherweise mitverursacht. Ermittelt werden muss auch, ob in der Vergangenheit bei Bauarbeiten an der Überführung Fehler gemacht wurden, die den späteren Zwischenfall erst möglich gemacht hatten.

Der Dortmund-Ems-Kanal ist einer der wichtigsten Binnenschifffahrtswege in Deutschland. Auf der Wasserstraße werden mehr als 13 Millionen Tonnen Güter pro Jahr transportiert.

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