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Ausschuss beerdigt die Pläne zur K8n

Umgehungsstraße für Olfen

Der Olfener Haupt- und Finanzausschuss sprach sich mit großer Mehrheit gegen beide Varianten für die K8n aus. Eine endgültige Entscheidung ist das aber noch nicht.

Olfen

von Thomas Aschwer

, 04.07.2018
Ausschuss beerdigt die Pläne zur K8n

In Olfen stehen die Zeichen gegen die K8n. © Oskar Neubauer

Der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Olfen hat am Dienstag mit großer Mehrheit die Pläne für die Umgehungsstraße K8n abgelehnt – unabhängig von der Linienführung. Zudem formulierten die Politiker Erwartungen an den Kreis.

Ein zentrales Argument von CDU, SPD und UWG gegen die Realisierung ist, dass die vor über elf Jahren, genau im März 2007, vom Kreistag auf den Weg gebrachte K8n die Olfener Innenstadt kaum vom Verkehr entlastet. Das würde das aktuelle Gutachten auch belegen. Vielmehr formulierten die Kommunalpolitiker die Sorge, dass die Straße zusätzlichen (Schwerlast-)Verkehr nach Olfen bringt. Aus Sicht von Klaus Düllmann (CDU) gibt es in der Olfener Innenstadt einen „sehr begrenzten Durchgangsverkehr“. Und auch für die Nachbarstadt Lüdinghausen bringe eine K8n nur wenig Entlastung. Düllmann sprach zudem von einem „sehr problematischen Streckenverlauf“ und führte die Kosten von rund 11 Millionen Euro als weiteres Argument gegen die Straße an. Schließlich plane Olfen im Westen einen neuen Naherholungsbereich. Und dabei wäre eine Straße, die in Teilen parallel zur Kökelsumer Straße verläuft nur störend.

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FDP will Variante 1

„Wir können den Vorschlag der CDU nur begrüßen“, sagte für die SPD-Fraktion Marcus Vieting. Er erinnerte daran, dass die K8n bei der Variante 1 in Teilen die Linienführung der vor vielen Jahren geplanten B 474 n aufnehme. Und gegen diese Straße sei die SPD schon immer gewesen. Vieting wies zudem auf die Position der Landwirte hin, die keine Flächen für die Straße zur Verfügung stellen wollen. Wie auch Sprecher anderer Parteien nahm Vieting Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr in die Pflicht. Er habe betont, dass Olfen am Ende entscheide, ob die Straße kommt oder auch nicht. „Der Kreis sollte die Planung jetzt ad acta legen.“ Während sich die UWG den Argumenten von CDU und SPD anschloss, machte sich die FDP für die Variante 1 der K 8n stark. Wenn die Straße nicht komme, drohe Olfen mit dem Ausbau der A 45 in den nächsten Jahren ein deutlicher Anstieg beim Schwerlastverkehr. Genau diese Befürchtung hat Bürgermeister Wilhelm Sendermann nicht. Die Navigationsgeräte würden den Verkehr über Seppenrade leiten. Eine Position, die aus Sicht der SPD das Gutachten auch bestätige.

Entscheidung am 10. Juli

Bürgermeister Sendermann rief zum Schluss der Diskussion dazu auf, in der Ratssitzung am Dienstag, 10. Juli, „Nägel mit Köpfen zu machen“. Er fasste die überwiegende Meinung des Ausschusses so zusammen, dass „Olfen keinen Bedarf für eine K8n sieht“ – und zwar unabhängig von der Linienführung.

Deshalb sollte der Kreis das Projekt nicht weiter verfolgen. Einen entsprechenden Beschlussvorschlag für die Ratssitzung will die Verwaltung jetzt erarbeiten und den Ratsmitgliedern noch in dieser Woche zukommen lassen.