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Weniger Ausbildung

LÜNEN Im Ausbildungsjahr Oktober 2006 bis September 2007 wurden der Agentur für Arbeit für den Bereich Lünen und Selm 311 Ausbildungsstellen gemeldet. Das sind 59 (15,9 Prozent) weniger als im Jahr zuvor.

Weniger Ausbildung

Stefan Kulozik

„Damit verlief die Entwicklung hier vor Ort gegen den Trend im Agenturbezirk Dortmund sowie auf Landes- und Bundesebene. Dort ist die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen gestiegen.“ Dies erklärte Stefan Kulozik, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Dortmund, der gestern die Ausbildungsmarktbilanz 2006/2007 vorstellte.

Dennoch zog er insgesamt ein positives Fazit. „Die Zahl der unversorgten Jugendlichen ist mit 46 gegenüber dem Vorjahr fast halbiert worden.“ Als unversorgte Jugendliche bezeichnet, die weder einen Ausbildungsplatz haben noch einen Plan, wie es jetzt weitergehen könnte.

Viele kleine Betriebe

Dass die Zahl der Ausbildungsplätze in Lünen zurück gegangen ist, sieht die Leiterin der Lüner Agentur für Arbeit, Annegret Lehnert, in der Unternehmensstruktur vor Ort begründet. „Wir haben hier viele mittelständische und kleine Betrieb, die trotz guter konjunktureller Lage sehr vorsichtig mit dem Abschluss von Ausbildungsverträgen sind.“ Wenn eine Übernahme nach der Lehre nicht sicher sei, dann werde oft lieber erst gar nicht ausgebildet.

Kulozik appelliert an die Betriebe: „Die Einrichtung einer Lehrstelle ist eine lohnende Investition in die Zukunft.“ Er verwies auf sinkende Schülerzahlen und Fachkräftemangel. „Um die unversorgten Jugendlichen werden wir uns kümmern und versuchen, sie in einer Nachvermittlungsaktion entweder in eine Lehrstelle oder in berufsvorbereitende Maßnahmen zu vermitteln“, so Kulozik weiter.

Bewerberzahl geringer

Mit 955 ist die Zahl der Bewerber um einen Ausbildungsplatz um 17,7 Prozent (205) geringer als im Vorjahr. Bei dieser Zahl handelt es sich nur um die Personen, die sich bei der Agentur um einen Ausbildungsplatz beworben gemeldet haben. „Bei einer besseren Ausbildungsmarktlage nutzen die meisten Schulabgänger zwar unsere Beratung, nehmen aber das Vermittlungsangebot nicht in Anspruch, weil sie selbst nach Stellen im Internet suchen, sich initiativ bewerben oder aus einer Einstiegsqualifizierung in eine Ausbildung einmünden“, so Lehnert.

Rudolf Moneck, Teamleiter U 25 der Agentur für Arbeit rät: „Schon jetzt sollten sich die Jugendlichen für das Ausbildungsjahr 2008/2009 bewerben. Die ersten Lehrstellen wurden schon vergeben.“ 

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