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Amokfahrt von Münster: Lünen reagiert

Volksfeste in der Lippestadt sollen sicherer werden

Lünen Nicht mehr lange, dann findet in der Lippestadt wieder die Himmelfahrtskirmes statt. Zum Schutz der Besucher will die Verwaltung verstärkt tonnenschwere Sandsäcke an sensiblen Bereichen einsetzen.

Volksfeste in der Lippestadt sollen sicherer werden

Mit „Big Packs“ sollen Anschläge auf Volksfeste verhindert werden. Das Bild zeigt Sandsäcke auf dem Lüner Weihnachtsmarkt 2017. Foto: Foto: Vinnbruch

Nach der Amokfahrt von Münster mit drei Toten und mehr als 20 Verletzten am vergangenen Samstag will die Stadt Lünen die Sicherheitsmaßnahmen für diverse öffentliche Veranstaltungen in diesem Jahr erhöhen. Dazu zählen neben der Himmelfahrtskirmes (13. Mai) das Brunnenfestival (14./15. Juli) und die Lünsche Mess (9. September). Das kündigte Uwe Wortmann, Leiter des Kulturbüros, Mittwochabend im Kulturausschuss an.

Erste telefonische Absprachen

Wie es bei der Stadt am Donnerstag auf Nachfrage unserer Redaktion hieß, habe es im Hinblick auf eine weitere Erhöhung der Sicherheitsmaßnahmen erste telefonische Absprachen zwischen Kulturbüro, Ordnungsamt und der Polizei gegeben. Im Kern sei es dabei um die Zahl und die Positionierung der sogenannten Big-Packs gegangen, sagte eine Stadtsprecherin. „Konkrete Pläne hierzu müssen allerdings erst noch abgestimmt werden.“

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Bei den Big-Packs handelt es sich um tonnenschwere Sandsäcke. Solche Säcke kamen in Lünen erstmalig während des vergangenen Weihnachtsmarktes zum Einsatz. Damit sollen Anschläge mit Lkw, wie auf dem Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche im Dezember 2016, verhindert werden.

Ordnungspartnerschaft mit der Polizei

Grundsätzlich, sagte die Sprecherin weiter, sehe das Sicherheitskonzept für die anstehenden Volksfeste die Absicherung der Veranstaltungsbereiche durch Big-Packs, durch Polizeipräsenz, durch Präsenz der Stadtservice-Mitarbeiter und den Einsatz der neuen Ordnungspartnerschaft mit der Polizei vor.

Höhere Kosten

Zu den Kosten des erhöhten Sicherheitsaufwands machte die Stadt keine näheren Angaben: „Derzeit kalkulieren wir pro Veranstaltung, wie von Herrn Wortmann im Ausschuss erwähnt, mit einem mittleren vierstelligen Betrag.“

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