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Unüberhörbarer Widerstand in Lünen

LÜNEN Der demografische Wandel macht auch vor König Fußball nicht halt. Daher schlägt der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Dr. Theo Zwanziger, auf dem heute beginnenden DFB-Bundestag eine einschneidende Reform vor.

Unüberhörbarer Widerstand in Lünen

Ist das die Taktiktafel der Zukunft? Statt 3-5-2 oder 4-4-2 könnten Trainer unterklassiger Teams bald möglicherweile auf ein 3-3-2-System setzen.

"Um dem demografischen Wandel gerecht zu werden, sollten wir zumindest in den Kreisligen A bis C die Spielerstärke reduzieren und mit weniger als elf Spielern spielen", so der stärkste Mann des größten Sportverbandes der Welt. In Lünen regt sich dagegen Widerstand.

"Wenn die hohen Herren beim DFB das so wollen... Ich weiß aber nicht, ob das durchkommt. Die sollen den Fußball so lassen wie er ist, mit Elf gegen Elf", meint Mark Bördeling, Coach des Verbandsligisten Lüner SV.

"Ich halte gar nichts davon", kann Bördelings Bruder Dirk, Trainer des Verbandsliga-Aufsteigers BV Brambauer, darüber nur Lachen und wettert weiter: "Fußball wurde immer Elf gegen Elf gespielt. Wenn es einmal keine dritten oder vierten, vielleicht auch keine zweiten Mannschaften mehr gibt, haben wir immer noch die Erstvertretungen. Der DFB soll aufhören, 1000 neue Ligen zwischen die einzelnen Klassen zu packen."

Beide Trainer wissen, wie wichtig es ist, junge oder ehemals verletzte Spieler in der eigenen A-Liga-Reserve neu aufzubauen.

"So geht der Fußball kaputt!"

"Warum soll unten anders als in der Bundesliga gespielt werden?", fragen sich Bernd Schawohl und Uwe Höhn, Übungsleiter der Bezirksligisten Preußen und VfB 08, die beide auch in den Kreisligen viel Erfahrung sammelten. Schawohl: "Das ist Perlen vor die Säue werfen. So geht der Fußball kaputt!" Höhn: "Wie sollen jüngere Spieler das Positionsspiel lernen?"

Auch Lünens A-Liga-Trainer sind dagegen: Thomas Voigt (BV 05): "Wir haben genügend Spieler, um drei Mannschaften stellen zu können." Andreas Schneider (Wethmar): "Ich halte nichts davon. Es sollte eher über Alternativen wie fünf Auswechselspieler nachgedacht werden."

"Ich habe Anfst, dass nicht alle spielen können"

Peter Machura (BW Alstedde): "Ich finde es nicht gut. Ich habe Angst, dass nicht alle spielen können. Andererseits melden einige Vereine drei Teams und können den Kader nicht besetzen, ohne in der Aufstellung zu manipulieren." Fausto Nuzzo (SuS Oberaden): "Das ist der falsche Weg. Zwanziger sollte sich lieber Gedanken machen, wie mehr Kinder zum Fußball gebracht werden können. Und wenn doch reduziert wird, was ist dann in zehn Jahren - wird dann wieder reduziert?"

  

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