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Hilfe per Knopfdruck

Senioren müssen auf Hausnotrufsystem verzichten

BRAMBAUER Viele Bewohner des Seniorenwohndorfs im Lüner Stadtteil Brambauer nutzen sogenannte Hausnotrufsysteme. Seit Dienstag käme im Ernstfall jedoch keine Hilfe mehr an. Der Grund: Die Telefonanlage ist defekt. Und die Reparatur lässt auf sich warten.

Senioren müssen auf Hausnotrufsystem verzichten

Ursula Rupieper (73) und ihr Bruder Jürgen (75) wohnen seit fast zehn Jahren im Seniorenwohndorf Brambauer. Im Notfall konnten sie sich bislang auf das Hausnotrufsystem verlassen. Doch das streikt jetzt. Foto: Torsten Storks

Ob als kleiner Funksender um den Hals oder als Armband – Hausnotrufsysteme geben ihren Nutzern nicht nur ein Gefühl von Sicherheit, sondern können sogar Leben retten – sofern sie funktionieren zumindest. Bei mehreren Bewohnern des Seniorenwohndorfs an der Hermann-Schmälzger-Straße ist genau das seit Dienstagmorgen nicht mehr der Fall. Der Grund: eine Störung in der Telefonleitung. „Das kann doch nicht wahr sein! Wir hatten einen solchen Ausfall schon einmal vor ein paar Monaten. Was ist, wenn jetzt tatsächlich jemand von uns plötzlich Hilfe benötigt? Das macht mir große Sorgen“, sagt Ursula Rupieper.

Die 73-Jährige wohnt – genauso wie ihr schwer erkrankter Bruder – seit vielen Jahren in den von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) vermieteten Seniorenwohnungen in Brambauer. Einen Notfall habe es hier während dieser Zeit zwar noch nicht gegeben, doch mindert das kaum die Sorgen der Bewohner. Zumal die Behebung des Problems noch etwas auf sich warten lassen könnte. „Bei der Telekom hat man mir gesagt, vor Freitag lässt sich da nichts machen“, so Ursula Rupieper. In einem Notfall – etwa nach einem schweren Sturz – könnten sich die Bewohner erst dann wieder per Knopfdruck über eine Freisprecheinrichtung mit der Hausnotrufzentrale verbinden lassen.

Behebung wohl nicht vor Freitag

Die kann dann bei Bedarf den Rettungsdienst oder den Hausarzt sowie den Pflegedienst und auf Wunsch auch Angehörige verständigen. Aber eben auch nur, wenn der Telefonanschluss funktioniert. Denn genau mit dem ist der Notrufsender über eine Basisstation verbunden. Zwar gibt es mittlerweile Geräte, die über eine integrierte Sim-Karte verfügen und somit keinen Festnetzanschluss benötigen, doch verfügt derzeit keiner der betroffenen Seniorendorf-Bewohner über ein solches Gerät. „Von uns hat auch nicht jeder ein Handy. Und beim Nachbarn klingeln schafft man in einer Notsituation ja auch nicht mehr“, erklärt die 73-Jährige.

Auch die AWO kann in der Sache nur bedingt helfen. Auf Anfrage unserer Redaktion hieß es: Da es sich um Privatwohnungen handelt, bei denen jeder Bewohner einen eigenen Vertrag mit einem Telefonanbieter schließen könne, habe man kaum Einflussmöglichkeiten. Allerdings habe man bereits eine Sammelstörung bei der Telekom gemeldet. Die scheint bei der Telekom allerdings noch nicht ganz angekommen zu sein. Auf Anfrage unserer Redaktion teilte das Unternehmen mit: „Unsere Technik hat die Leitungen überprüft und keine größere Störung identifiziert. Es liegt lediglich ein gestörter Einzelanschluss vor.“ Die genaue Störungsursache ließe sich erst vor Ort klären. Eine Entstörung sei jedoch in der Tat für Freitag geplant. Man prüfe allerdings bereits, ob ein früherer Termin zur Behebung des Problems möglich sei.

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