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Rechnungen für die Mülltonne

LÜNEN Nicht reagieren, nichts bezahlen, wegwerfen. Die Empfehlung ist eindeutig. Sie wendet sich an alle Inserenten, die mit ihren Anzeigen im Wegweiser für Seniorinnen und Senioren der Stadt Lünen vertreten sind.

Rechnungen für die Mülltonne

Die Koordinatorin für Altenarbeit Annette Goebel mit dem Senioren-Wegweiser.

Einigen von ihnen flatterte gestern per Fax ein Schreiben ins Haus, in dem der Eindruck erweckt wurde, dass eine Überarbeitung der Anzeige notwendig sei. „Bitte umgehend zurück“ hieß es weiter. Nur Stempel und Unterschrift seien noch notwendig. Als Nettopreis weist das Fax der Firma „Euro Media Design“ 599 Euro aus, das Kleingedruckte ist so klein, dass es kaum lesbar ist. In der Klinik am Park in Brambauer erregte dieses Fax Misstrauen. Auf Nachfrage stellte sich schnell heraus, dass hier so genannte „Trittbrettfahrer“ aktiv geworden sind.

Annette Goebel von der Koordinationsstelle Altenarbeit der Stadt Lünen reagierte empört. Auch bei ihr hatten sich gestern schon Inserenten gemeldet, die Auskunft darüber haben wollten, was es mit dem merkwürdigen Fax auf sich habe. Der Senioren-Wegweiser erscheine alle zwei Jahre neu, wird erst im Jahr 2008 neu aufgelegt. Dann werde das Layout von ihr selbst überprüft.

Niemand darf irgendwelche Rechnungen verschicken

Der herausgebende „Weka info verlag“ werde dann von der Stadt autorisiert, für diese Neuauflage Anzeigen zu akquirieren. „Niemand ist jetzt autorisiert, irgendwelche Rechnungen an irgendwen zu verschicken“ unterstreicht sie. Und auch beim Herausgeber reagierte man gestern verärgert.

Das Problem, so Gabriele Wollinger vom WEKA info verlag in Mering, sei allerdings nicht neu. „Wir gehen davon aus, dass Trittbrettfahrer systematisch Broschüren und Informationsschriften in Rathäusern oder anderen öffentlichen Gebäuden einsammeln und dann verwerten.“ Gabriele Wollinger hat gestern noch reagiert und ein Schreiben an alle Anzeigenkunden, die im Senioren-Wegweiser vertreten sind, auf den Weg gebracht.

Wer unterschrieben hat, sollte umgehend aktiv werden

Um weitere Schritte einzuleiten, hat der Verlag den Verein Deutscher und Ausländischer Kaufleute (VdAK) eingeschaltet. An diesen Verein können sich auch all jene wenden, die das dubiose Fax bereits unterschrieben und zurückgeschickt haben, denn sie sollten umgehend aktiv werden. Auch der WEKA info verlag steht solchen Betroffenen als Ansprechpartner zur Verfügung. 

Für die Stadt Lünen sind solche „Trittbrettfahrer“ besonders ärgerlich. Hatte Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick doch in seinem Vorwort zur jüngsten Auflage betont: „Ich danke allen, die an der Erstellung dieser Neuauflage mitgeholfen haben, vor allem auch den Inserenten, ohne die es uns in Zeiten schwieriger Haushaltslage nicht möglich gewesen wäre, diesen Wegweiser in der erforderlichen Überarbeitung zu veröffentlichen.“

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