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Neubau der Kita Kinderhaus in Alstedde in weiter Ferne

Kita Kinderhaus

Eigentlich sollte der Neubau der Kita Kinderhaus schon im August stehen. Er ist aber noch nichtmal ausgeschrieben. Woran das liegt, steht in unseren Fragen und Antworten.

Alstedde

von Marc Fröhling

, 26.06.2018
Neubau der Kita Kinderhaus in Alstedde in weiter Ferne

Der Blick auf das Kita-Gebäude, die alte Schule und das Außengelände der Kita, auf dem der Neubau entstehen soll. Noch hat sich aber nichts getan.luftbild stadt © Foto: Stadt Lünen, Geoinformatio

Die jetzige Situation ist eigentlich ein Provisorium. Weil die Kita Kinderhaus mehr Kinder betreuen sollte und wollte, ist ein weiterer Raum an der benachbarten alten Schule wieder hergerichtet worden. Außerdem gibt es eine Außengruppe am Krankenhaus. Dieses Provisorium sollte eigentlich nur ein Jahr dauern.

Warum hat‘s mit dem Neubau noch nicht geklappt?

Dafür gibt es laut Stadt drei Gründe. 1. Weil Fördermittel verbaut werden sollen, gibt es strenge Voraussetzungen an Vergabe und Beauftragung. 2. Die Kita Kinderhaus soll baugleich mit der an der Rudolph-Nagell-Straße gebaut werden. Die Entwicklungen dort müssten abgewartet werden. 3. Weil die Baukosten stiegen, brauchte es neue politische Beschlüsse.

Wie lange dauert es denn noch?

Laut Stadt wird die Kita Kinderhaus zum 1. August 2020 den Betrieb aufnehmen. Dafür sei auch eine Verlängerung der Betriebserlaubnis für die Übergangslösung beim Landesjugendamt beantragt worden.

Wie ist die Stimmung bei den Verantwortlichen der Kita?

Die Kita Kinderhaus ist eine Elterninitiative – und die Stimmung im Vorstand ist wegen der Verzögerungen nicht besonders gut. Das berichtet Frank Chromik aus dem Vorstandsteam: „Wir werden immer weiter vertröstet.“ Die jetzige Situation sei außerdem nicht optimal. „Wir müssen das Essen immer zum Standort am Krankenhaus bringen und hin und her fahren.“ Die Kita versuche, die Kinder in der Außengruppe so gut wie möglich zu integrieren. Bis der Neubau fertig ist, gingen diese Kinder aber wahrscheinlich schon zur Grundschule. Der Kita-Vorstand bezweifelt, dass der Neubau tatsächlich 2020 bezogen werden kann.

Welche Probleme hat die Kita wegen der Verzögerungen noch?

Es drohen laut Chromik finanzielle Probleme. Die Kita muss den Neubau komplett selbst einrichten. Das kostet ungefähr 250.000 Euro. Deshalb haben die Kita-Verantwortlichen schon Geld beiseite gelegt. Das Problem: Weil der Neubau nicht steht, können Chromik und Co. das Geld nicht ausgeben. Hat die Kita aber zu viel Geld auf der hohen Kante, drohen Zuschüsse vom Jugendamt wegzufallen.

Was ist eigentlich mit dem neuen Außengelände der Kita?

Der Boden sei offenbar nicht dafür geeignet, dass dort Kinder spielen, sagt Frank Chromik. Eine Bodenprobe habe das ergeben, so habe die Stadt das der Kita gesagt. Wie berichtet fällt durch den Neubau ein Großteil des jetzigen Außengeländes weg. Deswegen hat die Stadt Ersatzflächen direkt nebenan angeboten. „Die Bodenproben des neuen Außengeländes der Kita waren offenbar nicht so, dass der Boden direkt genutzt werden kann“, heißt es auch von der Stadt. Allerdings lägen abschließende Ergebnisse der Proben noch nicht vor. Welche Maßnahmen zur Aufbereitung des Bodens nötig seien, sei deshalb auch noch nicht klar. Die Kita plant überdies, weiteres Gelände von der Stadt zu pachten. Das bisher angebotene Grundstück sei zu klein für die Anforderungen der Elterninitiative, sagt Chromik.

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