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Arbeitsniederlegungen in Lünen am 10. April

Mülltonnen werden trotz Streiks geleert

Lünen Die Gewerkschaft Verdi hat für den 10. April erneut zum Warnstreik aufgerufen. Der Aufruf geht auch an die Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe Lünen (WBL). Doch nicht alle werden die Arbeit niederlegen.

Mülltonnen werden trotz Streiks  geleert

Beim Warnstreik am 21. März wurden keine Mülltonnen geleert. Am 10. April wird das laut WBL anders sein. Foto: Quiring-Lategahn

Wie WBL-Sprecherin Anke Vogt am Freitag (6. April) mitteilte, findet die Müllabfahr am 10. April wie geplant statt. „Das hat der Betriebsrat Donnerstagabend so entschieden“, erklärte Vogt. Das Argument der Arbeitnehmervertreter gegen eine Arbeitsniederlegung laut Vogt: Man wolle nicht schon wieder an einem Samstag nacharbeiten müssen.

Abfuhr müsste nachgeholt werden

Denn wenn an einem Tag die Müllabfuhr ausfällt, wie zum Beispiel durch Streik, müssen die WBL-Beschäftigten die Abfuhr nachholen. Das führt dann in solchen Wochen zu Samstagarbeit. So wie zum Beispiel nach dem ersten Warnstreiktag der aktuellen Tarifrunde am 21. März, als die Tonnen nicht geleert wurden. Andere WBL-Bereiche werden bestreikt. So werden laut Vogt am 10. April der Wertstoffhof und das Kundenbüro geschlossen sein. Straßenreinigung und Grünpflege fänden ebenfalls nicht statt.

So haben wir ursprünglich berichtet:

Für den 10. April ruft Verdi alle Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in NRW zu einem ganztägigen Warnstreik auf. In Lünen gilt dieser Aufruf laut Verdi für die Beschäftigten der Stadtverwaltung ebenso wie für die der kommunalen Unternehmen. In Lünen seien das die Stadtwerke, die Bädergesellschaft, der Stadthafen, die Wirtschaftsbetriebe (WBL) und die Sparkasse.

Kitas und VKU

Auch die städtischen Kitas und die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) seien betroffen. Bürger müssen also zum Beispiel damit rechnen, dass die Mülltonnen nicht geleert werden, sie im Rathaus vor geschlossenen Büros stehen, Busse nicht fahren und Kitas geschlossen sind.

Mit den Warnstreiks will die Gewerkschaft die Arbeitgeber von Bund und Kommunen dazu zwingen, bei den nächsten Verhandlungen am 15. und 16. April ein Angebot vorzulegen. „Noch eine Verhandlungsrunde ohne Angebot und ohne Ergebnis darf es nicht geben“, meint Michael Bürger, Geschäftsführer des Verdi Bezirks Westfalen. „Die Kolleginnen und Kollegen sind es leid, dass sich die Arbeitgeber noch immer vor ernsthaften Verhandlungen drücken und nur auf Zeit spielen“. Die Warnstreiks Mitte März hätten - so die Einschätzung von Verdi – anscheinend noch nicht ausgereicht, um die Arbeitgeber wirklich in Bewegung zu versetzen. Also müsse man jetzt nachlegen und den Druck erhöhen.

Erster Warnstreik am 21. März

Am 21. März hatte es den ersten Warnstreik in der laufenden Tarifrunde in Lünen gegeben. Mitarbeiter der Stadtverwaltung, der städtischen Kitas, der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) und der Wirtschaftsbetriebe Lünen waren u.a. dem Aufruf gefolgt. Die Stadt hatte Kita-Notgruppen eingerichtet für berufstätige Eltern, die ihre Kinder nicht anderweitig unterbringen konnten.

Müll und Busse bleiben stehen und Kitas sind geschlossen

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Am 10. April, den zweiten Warnstreiktag. erwartet Verdi circa 15.000 Gewerkschafter aus der Region in Dortmund. Sie werden zwischen 9 und 11 Uhr in sechs Demonstrationszügen durch die Innenstadt bis zum Südwall ziehen, wo ab 11.30 Uhr die Abschlusskundgebung stattfinden wird. Hauptrednerin dort ist hier Gabi Schmidt, die Landesleiterin von Verdi NRW.

Lüner treffen sich auf dem Friedensplatz

Bereits ab 9.15 Uhr findet an der Kampstraße/Ecke Katharinentor eine Auftaktkundgebung statt, zu der sich die streikenden Sparkassen-Beschäftigten aus ganz Nordrhein-Westfalen (mit Ausnahme der Sparkassen in Ostwestfalen) versammeln werden. Die Streikenden aus Lünen sind von Verdi aufgerufen, sich ab 9 Uhr auf dem Dortmunder Friedensplatz zu treffen.

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