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Elterngeld lockt nicht

LÜNEN Der einzige Ort Lünens, wo jeden Tag Geburtstag gefeiert wird, ist die gynäkologisch-geburtshilfliche Klinik des St.-Marien-Hospitals. Über Zahlen, Trends und neue Entwicklungen sprach RN-Redakteurin Magdalene Quiring-Lategahn mit Chefarzt Dr. Donat Romann.

Elterngeld lockt nicht

Efe-Kaan Yaman ist das 500. Baby das in diesem Jahr im Lüner Marienhospital das Licht der Welt erblickt hat. Mit der Mutter Eerya freuen sich Chefarzt Dr. Donat Romann und Schwester Filiz.

Wie ist das mit dem Geburtstagfeiern? Dr. Romann: Rein statistisch gesehen feiern wir sogar oft zweimal am Tag. Und an manchen Tagen kommen wir aus dem Feiern gar nicht heraus. Im Maximum hatten wir sogar einmal sieben Geburten. Das ist eine Belastung für unser Team, aber eine, die Freude macht. Da Geburtshilfe nicht planbar ist, muss immer entsprechendes Personal da sein. Das ist anders als beispielsweise in einem Industrieunternehmen. Das erklärt auch die hohen Kosten.

Wie viele Kinder kamen bisher 2007 zur Welt? Dr. Romann: 700.

Ist die Babyzahl in Lünen konstant? Dr. Romann: Ja, relativ, trotz der Einführung des Elterngeldes. Das hat hier nicht so gegriffen. Auch die WM oder der Stromausfall haben sich seinerzeit nicht ausgewirkt, ebenso wenig wie so schöne Events wie Drachenfest oder Kinofest.

Werden immer noch mehr Jungen als Mädchen geboren? Dr. Romann: Ja, da sie aufgrund ihrer genetischen Disposition gesundheitlich anfälliger sind.

Gibt es diese Vollmondnächte, die sich Babys besonders gerne als Geburtszeitpunkt aussuchen oder gehört das ins Reich der Märchen? Dr. Romann: Der natürliche Verlauf von Geburten ist erstaunlich gleichmäßig verteilt.

Die Klinik bietet Frauen die unterschiedlichsten Möglichkeiten, ihre Babys zur Welt zu bringen. Was bevorzugen die werdenden Mütter? Dr. Romann: Die Lünerin ist konservativ. Im Kreißbett liegend ist die häufigste Form der Entbindung, obwohl in der Elternschule und bei Kreißsaalführungen über alle Varianten, sei es das spezielle Entbindungsbett, der Gebärhocker oder auch Tücher und Sprossen zum Festhalten, informiert wird. Nur 15 Prozent der Geburten an der Lippe finden im Wasser (Badewanne) statt.

Gibt es Neues in der Klinik? Dr. Romann: Frauen können ihre Hebammen mitbringen, die sie vor, unter und nach der Geburt betreuen. In Waltrop eröffnete die Kooperations-Hebammenpraxis "Marienkäfer", weitere sollen folgen, um unser Angebot Frauen überregional bekannter zu machen.

Was tut sich sonst noch? Dr. Romann: Ab Januar wollen wir Neugeborenen zusätzlich zu der klassischen kinderärztlichen Untersuchung durch erfahrene Oberärzte der Kinderklinik Datteln, dem Hüftscreening und dem Hörtest eine kostenlose osteopathische Untersuchung anbieten. Dadurch soll Muskulaturverspannungen aufgrund der Geburtsbelastung entgegengewirkt und der möglichen Problematik von Schreikindern vorgebeugt werden. Diese Behandlungsmethode ist sehr schonend und findet bei immer mehr Menschen Beachtung.      

  • Kreißsaalführungen (jeden 1. Mittwoch um 19 Uhr und jeden 3. Sonntag um 11 Uhr).
  • Hebammensprechstunde ist jeweils dienstags von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr vor dem Kreißsaal, Tel. (0 23 06) 77 27 06.       

    

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