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Die Geschichte der "Grünen"

LÜNEN Wer seine Zukunft richten will, ist gut beraten, sich erst einmal in seiner Vergangenheit umzusehen. So machten sich gestern die Schützen aus Lünen und Westfalen auf den Weg nach Schwansbell, wo ihnen zu Ehren eine Sonderausstellung eröffnet wurde.

Die Geschichte der "Grünen"

Eines der Ausstellungsstücke: Ein Schützenvogel aus Hilter von 1981.

Dr. Helmut Müller, Historiker und Volkskundler und noch im Ruhestand ehrenamtlich am Staatsarchiv in Münster tätig, hat seit rund 30 Jahren Schützenvögel und Ähnliches gesammelt.

In Westfalen einzigartige Sammlung

Diese in Westfalen einzigartige Sammlung ist seit Jahren in Lünen untergebracht und macht das Schwansbeller Museum zu einem besonderen Standort für die Schützengeschichte. Mit einer Sonderausstellung aus diesem Fundus gibt das Haus dem am Wochenende stattfindenen Westfälischen Schützentag die Ehre.           

Starke Abordnung der Grünröcke  

Zur Eröffnung gestern konnte Museumsleiter Dr. Wingolf Lehnemann eine starke Abordnung der Grünröcke begrüßen, die aus amtierenden Königen und Präsidenten aus Lünen und hohen Repräsentanten des Westfälischen Schützenbundes bestand, sowie Bürgermeister Hans-Wilhelm Stodollick und Kulturbüroleiter Werner Althoff.

Launige Ansprache von Dr. Lehnemann

In einer launigen Ansprache ließ Dr. Lehnemann ein Bild des Schützenwesens in den vergangenen Jahrhunderten entstehen, das von seinen Anfängen im 14. Jahrhundert als Bürgerwehren in den Städten bis zu seiner heutigen Form als Gesellschaftsverein reichte.

Er erzählte von der hohen Schießkunst mit Pfeil und Bogen, der Armbrust und später dem „Feuerrohr“, was notwendig war, um den oft winzig kleinen Vogel (zumeist ein Papageienabbild) von der hohen Stange abzuschießen.

Vogel im Keller gefunden

Am Ende seiner Ausführungen bekam der Museumsleiter von Dr. Müller auch noch den letzten Schützenvogel überreicht, den der Sammler „in seinem Keller gefunden hatte“.

Danach eröffnete der Bürgermeister die Ausstellung und begab sich mit den zumeist hochdekorierten Würdenträgern in die Sammlung mit dem treffenden Namen „Von Vogelschützen und Schützenvögeln“.

Sammlung von Orden und Plaketten

Hier gab es neben den 25 Vögeln, Königsketten, Informationstafeln, Standarten und Fotos auch erstmals eine Sammlung von Orden und Plaketten zu sehen, die der Schützenbruder Jürgen Beckmann dem Museum vermacht hat.

Für die Teilnehmer des westfälischen Schützentreffens an diesem Wochenende ist das Museum am Samstag, 13. Oktober, schon ab 10 Uhr geöffnet. Die Sonderausstellung selbst ist bis Anfang Januar zu sehen.

      

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