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Chrom-Schätzchen begeisterten

Lünen Ein «himmelblauer Trabant» zwischen einem 44 Jahre alten Barkas aus der ehemaligen DDR und einem zehn Jahre jüngeren Unimog, der immer noch bei Jahrmärkten im Einsatz ist. Dazu ein wunderschöner Opel von 1932 und als ältestes Auto der zauberhafte «Standard Coventry» aus Großbritannien - beim 17. Oldtimertreffen des Lüner Automobil-Clubs gab es Schmuckstücke für die ganze Familie.

Und da staunte so mancher der zahlreichen Besucher über die liebevoll restaurierten vier- und zweirädrigen «Ausstellungsstücke», die allesamt natürlich noch fahrtüchtig sind.

Zusammen mit Manfred Schäfer bereiteten rund 20 Clubmitglieder das Treffen vor. «Am Tag selbst kommen uns dann auch noch Familienangehörige zu Hilfe, dann sind wir etwa 30 Leute», so Schäfer.

Gegen Mittag wurde es auf dem Parkplatz in der Mersch leerer, dann starteten viele der Autos und Motorräder zu traditionellen Wappenfahrt, die 50 km lang war und durchs nahe Münsterland führte. «Die Strecke ist leicht, aber die Aufgabe ist schwer», verwies Schäfer schmunzelnd auf einen Bogen, auf dem Bilder von 21 Oldtimern zu sehen waren. Und diese Modelle mussten die Teilnehmer erkennen. Schäfer: «Die Fahrzeuge müssen nach zweieinhalb Stunden wieder hier sein, aber um Schnelligkeit geht es nicht bei der Wappenfahrt, die an die früheren Orientierungsfahrten erinnern soll.» Wäre auch unfair, denn während der 75 Jahre alte Opel nur 23 PS hat, kann der 37 Jahre jüngere «Cadillac De Ville Convertille» mit 275 PS glänzen.

So wie Siegfried Sommer aus Werne, der mit dem 84 Jahre alten englischen «Standard Coventry» das älteste Auto präsentierte - stilecht mit zwei Sitzen, englischer Lenkung und «Schwiegermuttersitz». Seit acht Jahren gehört ihm das Auto, sieben Jahre werkelte er daran. «Der Motor muss noch mal erneuert werden», hat sich Sommer vorgenommen, der mehrere Oldtimer besitzt.

In Einzelteilen

Neun Jahre jünger ist der Opel von Friedrich-Wilhelm Klien aus Ennepetal, der vergangenes Jahr als Besucher dabei war und gestern zum ersten Mal das Prachtstück vorführte. «Es stammt aus der ehemaligen DDR, ich hab es über das Internet entdeckt und in Einzelteilen gekauft.» Zwei Jahre baute er daran, dass es in alter Pracht erstrahlt, jetzt nimmt er an Oldtimer-Treffen und -Ausfahrten teil.

Seit Mai 1998 besitzt Michael Arnold aus Kamen den «De Ville Convertille», ein Cadillac-Cabrio aus den USA, von dem es weltweit nur 16 445 Stück gibt. Käfer, Trabis, die deshalb dabei sind, weil das Trabant-Werk in Zwickau 50 Jahre alt wurde, ein Opel Rekord von 1955, ein Citroen, der an die Fantomas-Filme erinnert und ein «Fiat 500 Luxus» mit Koffer hinten drauf - es gab viel zu sehen.

So auch Alfred Deppes BMW-Motorrad mit Beiwagen von 1953. «Die Maschine hab ich seit zwölf Jahren aus dem Siegerland, den Beiwagen seit drei Jahren, den hab ich in Steinfurt gefunden», so der gebürtige Lüner, der heute in Derne wohnt. Auch er war gestern das erste Mal dabei. Seine Frau fährt gerne mit und im Beiwagen freuen sich die Enkel über einen Ausflug.

Beate Rottgardt

Weitere Bilder dazu finden Sie in unserer Bildergalerie

www.westline.de/go/oldtimer

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