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Aufschwung nach 1945

Lünen-Süd Nach dem BV Lünen 05 und dem SV Preußen 07 blickt auch der VfB 08 Lünen als drittältester Fußballverein Lünens in Kürze auf eine 100-jährige Klubgeschichte zurück.

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Georg Walbaum, selbst schon einmal VfB-Vorsitzender, stöbert gerne in der VfB-Vergangenheit. Tautz

Klaus "Fips" Broda (unten, 2.v.r.) mit seiner Mannschaft, dem Industrie-Vizemeister 1958.

Unter dem Namen Fußballclub Viktoria Lünen-Süd wurde der Verein Anfang des vorigen Jahrhunderts im damaligen Lokal Paul Lohmann an der Jägerstraße aus der Taufe gehoben. Um einen ersten Spielbetrieb zu gewährleisten, fiel die Anschaffung von Sportkleidung und Fußballtoren recht schwer. Jedes Mitglied musste vom Taschengeld bis zu 50 Pfennig abzweigen, oft wurde auch noch im Hemd und langer Hose gespielt. Nach dem ersten Weltkrieg stellte die Harpen AG ein Gelände an der Jägerstraße, Ecke auf der Leibzucht, zur Verfügung. Auf dem Schützenhof in der Waldfreiheit wurde die neue Sportanlage 1919 eröffnet, der Verein nannte sich jetzt VfB Lünen-Süd.

Kurze Fusion

Nach kurzer Fusion mit Preußen Horstmar in der A-Klasse strebte der VfB 1926 ein anderes Sportgelände am jetzigen Preußen-Hafen hinter der Bebelstraße an. Das Vereinslokal wurde die damalige Wirtschaft Hagedorn, jetzt Bäcker. Die ersten nennenswerten Erfolge stellten sich 1932/33 ein, wurden jedoch durch die politischen Ereignisse (Zusammenfassung aller örtlichen Vereine nach der Machtergreifung der NSDAP) wesentlich negativ beeinträchtigt. Ein neuer Anlauf gelang 1936/37 mit August Lenz als Vereinsspitze, ab 1937 war der Triftenteich die neue Heimat des Vereins.

Nach den Kriegswirren und ihren Folgen (Bildung der südlichen Sportvereinigung) fanden sich schon bald die Fußballer unter Vorsitz von Josef Schimmer zusammen und spielten wieder unter der alten Bezeichnung VfB 08 Lünen-Süd weiter auf dem Triftenteich.

Der sportliche Aufschwung brachte den VfB 08 nach der Bezirksmeisterschaft 1947/48 und dem Aufstieg in die Landesliga bis hin zur Amateuroberliga.

Hochklassige Gegner

Gegner waren Vereine wie VfB Bielefeld, Teutonia Lippstadt, BV Brambauer 13, Preußen Münster und TBV Mengede 08. Bei Heimspielen der Schwarz-Weißen hatten die Platzkassierer eine Menge Arbeit, mehr als 5000 Zuschauer waren keine Seltenheit. Umkleiden konnten sich die Fußballer seinerzeit in der Gaststätte Walbaum.

Ein erster Einbruch geschah 1953, als dem Verein nach Missverständnissen mit dem Verband acht Punkte abgezogen wurden und der Weg in die Bezirksklasse nicht aufzuhalten war.

Parallel zum Seniorenfußball legten die VfB-Verantwortlichen kontinuierlich großen Wert auf eine qualitative Jugendarbeit, die Mitte der 50er Jahre erste große Erfolge zu verzeichnen hatte. Die 1a-Jugend des VfB 08 Lünen wurde 1955/56 Dortmunder Kreispokalmeister und 1956/57 Dortmunder Kreismeister.

Industriemeisterschaft

Erst im Endspiel um die Industriemeisterschaft unterlag der VfB-Nachwuchs (u.a. mit "Stiena" "Timo" Konietzka) dem FC Schalke 04 in der Glückauf-Kampfbahn in Gelsenkirchen knapp mit 1:2. Auch in den nächsten Jahren zählte der VfB-Nachwuchs zu den führenden Mannschaften des Kreises Dortmund. Für das große Engagement in der Jugend- und Schülerabteilung zeichneten damals Heinrich Konietzka als Jugendleiter und Walfried Bludau als Schülerleiter verantwortlich. (Fortsetzung folgt).

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Georg Walbaum, selbst schon einmal VfB-Vorsitzender, stöbert gerne in der VfB-Vergangenheit. Tautz

Klaus "Fips" Broda (unten, 2.v.r.) mit seiner Mannschaft, dem Industrie-Vizemeister 1958.

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