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Tödliche Messerstecherei an Lüner Gesamtschule

Anklage gegen 15-jährigen Lüner lautet auf Mord

Lünen Die Staatsanwaltschaft hat gegen einen 15-jährigen Lüner Anklage wegen Mordes erhoben. Der Jugendliche hatte im Januar an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule einen Mitschüler erstochen.

Anklage gegen 15-jährigen Lüner lautet auf Mord

Zwei Blumensträuße stecken am Zaun der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule, wo Leon Hoffmann am 23. Januar erstochen wurde. Foto: Foto Fiedler

Weil er einen 14 Jahre alten Mitschüler getötet haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Mordanklage gegen einen 15-Jährigen aus Lünen erhoben. Das berichtet die „Deutsche Presse-Agentur“ unter Berufung auf einen Sprecher des Landgerichts Dortmund. Da der Angeklagte minderjährig ist, werde unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.

Verein gegründet

Der 15-Jährige soll seinen Mitschüler Leon Hoffmann am 23. Januar auf dem Schulgelände angegriffen und mit Messerstichen in den Hals getötet haben. Den Ermittlungen zufolge hatte er sich durch Blicke seines Mitschülers provoziert gefühlt.

Lünen Tag eins nach der unfassbaren Gewalttat an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule (KKG) in Lünen: Ein 15-Jähriger hat dort am Dienstagmorgen einen 14-jährigen Mitschüler erstochen, seine eigene Mutter war dabei. Mittlerweile wurde Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Täter erlassen. Mit einer emotionalen Botschaft haben sich mittlerweile Schüler der KKG zu Wort gemeldet.mehr...

Die Tat hatte in Lünen Bestürzung ausgelöst. Im Nachgang gründete sich der Verein „Leon Hoffmann e.V.“, dessen Mitglieder sich an verschiedenen Lüner Schulen gegen Gewalt und Mobbing einsetzen wollen.

Benefiz-Veranstaltung nach Tod von Leon

Viele Aktionen rund um die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule

Lünen Leon wäre am Sonntag 15 Jahre alt geworden – seinem Leben wurde aber bei einer Messer-Attacke an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule ein Ende gesetzt. Zu seinem Geburtstag lädt der Verein „Leon Hoffmann“ jetzt zu einer Benefiz-Veranstaltung ein. Der Verein will damit sein Anliegen unterstützen.mehr...



Grenzen überschritten

Die Tat hat außerdem die Diskussion um Gewalt an Schulen und unter Jugendlichen neu entfacht. „Viele Jugendliche wissen nicht mehr, wo die Grenze ist und was passiert, wenn sie überschritten wird“, sagte Reinhold Bauhus, Leiter der KKG, Ende März in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

Neuer Verein trägt Namen des Lüner Opfers

„Leon war kein Einzelfall“

Lünen Getötet mit Messern: Leon (14) aus Lünen, Aliya (15) aus Dortmund und Jaden (9) aus Herne verbluteten. Junge Menschen hatten Leon, Aliya und Jaden bei unterschiedlichen Taten Messer in ihre Körper gestochen. Sind es „nur“ tragische Einzelfälle und ist es mittlerweile Usus, dass Teenager Messer bei sich führen und bei Konflikten schnell zustechen? mehr...

Den Mord habe man jedoch nicht vorhersehen können: „Er war respektlos, hielt sich nicht an Regeln. Einmal trat er gegen einen Spind, mehr findet sich in seiner Akte aber nicht. Er hatte an unserer Schule zuvor nie eine körperliche Auseinandersetzung mit anderen“, so Bauhus in dem Interview, das auf der Homepage der Schule zum Download bereitsteht.

Brief an die Eltern

Die Polizei Dortmund sah sich genötigt, Eltern in einem Brief darauf hinzuweisen, dass ihre Kinder nicht mit Waffen in die Schule gehen sollten.

Nach Bluttat an Gesamtschule: Polizei wendet sich an Eltern

„Es gibt keinen Grund, Waffen zu tragen“

Lünen Ungewöhnliche Aktion der Dortmunder Polizei: Nach dem tragischen Tod einer 15-Jährigen in Dortmund und eines 14-jährigen Schülers in Lünen wenden sich die Beamten mit einem Brief an alle Eltern von Dortmunder und Lüner Schülern. Beide Jugendliche wurden erstochen. Der Polizei geht es daher um Messergewalt unter Jugendlichen. Die Beamten formulieren einen klaren Appell.mehr...

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