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800 Eichen im Stadtgebiet werden kontrolliert

Eichenprozessionsspinner auf dem Vormarsch in Lünen

Der Eichenprozessionsspinner ist eigentlich ein kleiner Falter. Doch seine Raupen sorgen auch in Lünen derzeit für erhöhte Aufmerksamkeit. Da sie eine Gefahr darstellen, werden sie mit einem ungewöhnlichen Werkzeug bekämpft.

Lünen

03.06.2018
800 Eichen im Stadtgebiet werden kontrolliert

Ein Warnschild mit der Aufschrift „Eichenprozessionsspinner“. © dpa/Pleul

Die Raupen sind auch in Lünen ein Problem, bestätigt Kerstin Schatz von der Pressestelle der Stadt Lünen. Die Stadt ist zuständig für 800 Eichen im Stadtgebiet. Die werden jetzt kontrolliert. Eine Liste der zu behandelnden Bäume geht dann an einen Schädlingsbekämpfer, der die Tiere mit einem großen Staubsauger aus den Bäumen entfernt.

Nesselgift ist gefährlich

Denn Eichenprozessionsspinner sind nicht nur unansehnlich, sondern auch gefährlich. Die Raupe des Schmetterlings besitzt mit Widerhaken versehene Brennhaare, die bei Beunruhigung abknicken und das Nesselgift Thaumetopein beinhalten und abgeben.

800 Eichen im Stadtgebiet werden kontrolliert

Ein Netz mit kleinen giftigen Raupen des Eichenprozessionsspinners, das sich durch das Gewicht der Tiere gebildet hat, hängt von einem Baum. © dpa/Dedert

Diese Haare können eine toxische Reaktion auslösen. Bei Berührung mit der Haut treten typische allergische Symptome wie Juckreiz auf, bei Kontakt mit den Augen kann es zu Bindehautentzündungen kommen.

Falls man die Haare einatmet, können Bronchitis, Asthma und im schlimmsten Fall Atemnot auftreten. Auch Schwindel, Fieber und Müdigkeit sind als Symptome bekannt.

Die Beschwerden treten oft erst in der Nacht oder am folgenden Tag auf.

Niemals allein tätig werden

Grundbesitzer, die die Tiere auf ihren Grundstücken entdecken, sollten niemals ohne fachkundige Hilfe tätig werden. Wer selber versucht, sie abzuspritzen oder abzuflammen, verbreitet die Brennhaare noch weiter. Auch wenn die Tiere vernichtet sind, können die Haare noch jahrelang den Giftstoff freisetzen.

Weitere Informationen Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald hat umfangreiche Informationen zum Thema zusammengetragen.