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Immer wieder kippen Bürger Abfall ab

Müll statt Flaschen an Lüner Containern

Lünen. Es ist ein bekanntes Problem – Standorte von Glas- oder Altkleidercontainern werden als Müllablageplatz missbraucht. So auch über Ostern wieder in Brambauer.

 Müll statt Flaschen an Lüner Containern

Jetzt wieder sauber: der Containerstandort an der Karl-Mariske-Straße in Brambauer. Foto: Foto Goldstein

Den Wirtschaftsbetrieben Lünen (WBL) wurden 2017 genau 297 illegale Abfallablagerungen gemeldet, 2018 scheint es ähnlich weiter zu gehen, so auch über Ostern. Müll jeglicher Art wurde am Sammelcontainer an der Karl-Mariske-Straße in Brambauer über die Feiertage entsorgt, das teilte ein Leser der Redaktion mit.

Hohe Bußgelder

Illegale Müllentsorgung, das kann mit Bußgeldern von 40 bis zu 1500 Euro bestraft werden. Das Problem hier: „Wir können natürlich nur da Bußgelder verhängen, wo wir es auch beweisen können“, so Stadtsprecherin Kerstin Schatz auf Anfrage dieser Redaktion. Und das hat im Jahr 2017 nur in fünf Fällen geklappt. Da wurden Bußgelder zwischen 50 und 200 Euro verteilt.

Appell

Hochgerechnet sind das nur rund zwei Prozent der Fälle. „Wir appellieren gemeinsam mit WBL an alle Bürgerinnen und Bürger, die legalen Entsorgungsmöglichkeiten am Wertstoffhof Josef-Rethmann-Straße beziehungsweise den Abholservice von WBL zu nutzen“, sagt Schatz.

Für die Beseitigung des Mülls sind die Wirtschaftsbetriebe zuständig. Die Erfahrung hier: Dass Menschen zum Beispiel an Altglascontainern Reifen oder Tüten ablegen, sei kein Einzelfall.

Zu den knapp 300 gemeldeten Fällen der illegalen Müllentsorgung komme noch eine „nicht zu beziffernde Anzahl an Fällen, die WBL-Mitarbeiter im Rahmen der Reinigungstouren an Glascontainerstellplätzen feststellen“, erklärte Ulrich Wahl, Leiter der Stadtreinigung, bereits im Februar auf Anfrage.

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