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Zeugnisse klösterlicher Zeit

Asbeck Eine neue geschichtliche Entdeckung machte die Reisegruppe des Asbecker Heimatvereins, die im Rahmen ihrer Klostertour kürzlich Ostwestfalen besuchte.

Bei einer Führung durch das Kloster Marienfeld im Kreis Gütersloh erfuhren die Asbecker, dass Bischof Hermann der II., Graf von Katzenellenbogen, während seiner Amtszeit (1173 bis 1203) als erster Fürstbischof von Münster nicht nur die Stiftsanlage in Asbeck sondern auch das Zisterzienserkloster in Marienfeld errichtete.

Mehr noch: Dass Katzenellenbogen, der Münster zu einer besonders würdigen Bischofsstadt gemacht hatte, seine letzte Ruhestätte in Marienfeld fand, war Neuland für die 35 Asbecker Ausflügler. Mit besonderer Achtung und Neugierde besuchten sie seine Grabstätte.

Durch intensive landwirtschaftliche Tätigkeit wandelten die "weißen Mönche" seinerzeit das weite Heidegebiet in fruchtbares Land um. Durch Kauf und Schenkungen entwickelte sich die Einrichtung in Marienfeld zu einem der reichsten und begütertsten Klöster des Münsterlandes. Das lässt sich noch heute an der Kirche ablesen, der der Raumeindruck der Spätromanik - wie in Asbeck - erhalten geblieben ist.

Historische Orgel

"Kein zweiter Kirchenbau Westfalens hat eine solche Fülle architektonischer Prioritäten gesetzt und auf die Entwicklung eines typischen westfälischen Baustils Einfluss genommen, wie die Klosterkirche in Marienfeld", so der Kirchenführer. Auf der 1751 gefertigten größten historischen Orgel im Bistum Münster, die mit ihrem gewaltigen Aufbau die gesamte Westwand der Kirche ausfüllt, organisierte Bernhard Laukötter eigens für die Asbecker Besuchergruppe ein kleines Konzert.

Mit besonderem Interesse besichtigten die Gäste aus Asbeck dann den ebenerdigen geschlossenen gotischen Kreuzgangteil und erprobten dessen Akustik durch das Singen eines Kirchenliedes. Eigentümerin der Marienfelder Kirche ist das Land NRW als Rechtsnachfolgerin im Zuge der Säkularisierung.

Doppelkloster

Begonnen hatte die Klostertour des Heimatvereins mit einer Führung in dem 1133 gegründeten Prämonstratenserkloster in Clarholz, das ebenfalls wie das in Asbeck zunächst als Doppelkloster fungierte. Das dortige Konventgebäude war zu klösterlicher Zeit ebenfalls wie im heimischen Asbeck durch den Kreuzgang mit der Kirche verbunden gewesen.

In Clarholz bewunderten die Ausflügler außerdem Präsentationsteile des größten und schönsten Erntedankfestes in Deutschland. MPB

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