Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

«Vollrausch ohne mich»

Legden «Wir wollen keinen alkoholfreien Kreis Borken, sondern einen maßvollen Umgang mit Alkohol», betont Regina Kasteleiner vom Fachbereich Gesundheit des Kreises. Der Slogan des neuen Alkoholpräventivprogramms bringt das auf eine knappe Formel: «Vollrausch ohne mich!»

Flatratesaufen, Trinken bis zum Umfallen - «die Jugendlichen betrinken sich immer heftiger», stellt Regina Kasteleiner, die mit ihrer Kollegin Reinhild Wantia die Kampagne initiiert hat und betreut vorm Legdener Jugendausschuss fest.

Alkoholvergiftungen

Der Anteil der unter 21-Jährigen an der Zahl aller Patienten, die mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden, sei seit dem Jahr 2000 von 2,4 Prozent auf 9,4 Prozent gestiegen, so Kasteleiner. Das habe eine Umfrage unter den Krankenhäusern im Kreis Borken ergeben. «Als ich diese Daten erhoben habe, fragte man mich an einem Krankenhaus, ob die Jugendlichen, die immer wieder eingeliefert werden, einfach oder mehrfach gezählt werden sollten - das hat mich schon schockiert», gesteht sie.

Die Kommunalpolitiker aus Legden reagieren nicht anders. Auch sie selbst hätten als Jugendliche gerne 'mal feuchtfröhlich gefeiert», räumt Ulrich Moritz stellvertretend für sicherlich viele aus ihrer Runde ein, «aber wir haben es dann bei Bier belassen.» Dass bei den heutigen Jugendlichen Schnaps und andere hochprozentige Getränke mindestens ebenso hoch im Kurs stehen und dass häufiger - oft auch unter der Woche - gemeinsam getrunken wird, haben die Mitarbeiterinnen des Kreises von denen erfahren, die es wissen müssen: bei den Jugendlichen selbst. 1700 Schüler der Jahrgänge sieben, neun, elf und 13 haben sie im vergangenen Jahr gemeinsam mit einem Team der Fachhochschule Bocholt befragt - darunter auch zwei Klassen der Legdener Hauptschule.

Ziel: Eltern erreichen

Das Problem ist erkannt. Was tun? Kasteleiner weiß, dass sie und ihre Mitstreiter noch einen weiten Weg vor sich haben. Erste Schritte sind bereits getan: Kontakte mit Vertretern von Handel und Gewerbe sowie den Organisatoren von Großveranstaltungen seien bereits geknüpft - mit dem dringenden Appell, die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes besser einzuhalten. Auch unter den Jugendgruppen seien schon Verbündete im Kampf gegen den Vollrausch gefunden - unter anderem die Jugendfeuerwehren. «Dreh- und Angelpunkt sind aber die Eltern», so Rebecca Pier (CDU). Da kann Kasteleiner nur zustimmen. Oft seien sie es nämlich, die ihren Kindern Alkohol beschafften sy-

www.vollrausch-ohne-mich.de

www.bildungsportal.nrw.de

www.drugcom.de

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Sekundarschule Legden Rosendahl

Kleine Klassen sind das große Plus

Legden An der Sekundarschule Legden Rosendahl zeigt sich ein Trend zu höherwertigen Abschlüssen. Jetzt starten die Schulanmeldungen. Zur Konkurrenz in Billerbeck äußerte sich der Schulleiter Axel Barkowsky auch.mehr...

Brigidenschule braucht mehr Lehrer

Keine Bewerber bei Ausschreibungen

Legden Das Programm „Gute Schule 2020“ oder das Kommunalinvestitionsprogramm bringen viel Geld für die Brigidenschule nach Legden. Doch was am Wichtigsten ist, kann damit nicht finanziert werden.mehr...