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Asbeck – bald wieder das Dorf mit den zwei Teichen

Stauwehr-Sanierung beginnt im Juli

Asbeck Der Dorfteich ist ein Schmuckstück für das Stiftsdorf. Die neue, acht Meter hohe Skulptur ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Höhepunkt. Vom Mühlenteich dagegen ist wenig zu sehen. Noch.

Stauwehr-Sanierung beginnt im Juli

Das Stauwehr an der Stiftsmühle in Asbeck wird erneuert. Foto: Ronny von Wangenheim

Frösche quaken, Vogelgezwitscher liegt über dem Wasser, ein Wasserhühnchen zieht seine Kreise – eine idyllische Atmosphäre herrscht am Dorfteich in Asbeck. Das wird am Pfingstmontag anders sein, wenn sich viele Menschen versammeln, um die Umgestaltung des Dorfteichs und die neue Skulptur „Long Double Nudes“ zu feiern.

Bürgermeister Friedhelm Kleweken wird die Gelegenheit nutzen, die geladenen Gäste einmal über die Straße zu führen. Dann geht es vorbei am Asbecker Mühlenbach, der wieder ein Dorfteich werden soll, zum Stauwehr. Dessen Sanierung war lange Thema der politischen Beratungen. Dann gab es eine Verzögerung, als eine erste Ausschreibung erfolglos blieb. Mehr Geld im Haushalt 2018, eine zweite Ausschreibung und vor Kurzem die Auftragsvergabe: „Im Juli wird es losgehen“, sagt Bürgermeister Friedhelm Kleweken beim Ortstermin. „Ende Oktober soll alles fertig sein“, ergänzt Bauamtsleiter Helmut Schiermann. 250.000 Euro kostet das Projekt.

Asbeck wird schöner

Über eine stählerne Rinne fließt frisches Wasser und damit Sauerstoff  in den Dorfteich.
Der Dorfteich in Asbeck ist nach seiner Umgestaltung ein einladender Ort geworden.
Das Stauwehr an der Stiftsmühle in Asbeck wird erneuert.
Der Dorfteich gesehen durch die Weiden an der neuen Skulptur.
Der Asbecker Dorfteich mit der acht Meter hohen Skulptur "Long Double Nudes".
Friedhelm Kleweken (l.) und Helmut Schiermann am Asbecker Dorfteich.
Ein Wasserhühnchen auf dem Dorfteich in Asbeck.
Helmut Schiermann und Friedhelm Kleweken genießen den Blick auf den See.
Wo jetzt noch Pflanzen wuchern, soll wieder der Mühlenteich entstehen.
Das Mühlenrad soll sich wieder drehen.
Der Blick vom Wehr aus zeigt, wie zugewachsen der ehemalige Dorfteich ist. Bis zum Herbst soll sich hier wieder der Teich stauen.
Das Stauwehr wird saniert, das Mühlenrad wird sich wieder drehen.
Der alte Mühlenteich soll wieder sichtbar werden und bis kurz unter die Stufen reichen. Hier befand sich früher der Waschplatz für die Asbecker Frauen. Zurzeit schlängelt sich der Mühlenbach weiter durch das ehemalige Teichbett.
Wo jetzt noch Pflanzen wuchern, soll wieder der Mühlenteich entstehen.
Bürgermeister Friedhelm Kleweken am Mühlenbach, der künftig wieder zum Teich angestaut werden soll.
Der Asbecker Mühlenbach kurz vor dem Mühlenteich.
Bürgermeister Friedhelm Kleweken am Mühlenbach, der künftig wieder zum Teich angestaut werden soll.
Die Böschung ist zwei Meter tief unterspült. Sie wird abgetragen und  aufgebaut, dann allerdings mit senkrechten Wänden uhnd Stufen, sodass man das Mühlenrad gut sehen kann. Wo jetzt noch Sträucher stehen, sollen eine Skulptur und eine Sitzgelegenheit für Aufenthaltsqualität sorgen.
Das Stauwehr in Asbeck ist seit langem nicht mehr funktionsfähig.
Stauwehr und Mühlenteich sollen so werden, wie sie waren – nur moderner. Das Stauwehr wird dann senkrecht hoch und runter gelassen und das nicht mehr mechanisch, sondern elektronisch. Es lässt sich also auch aus der Ferne steuern. Das Mühlenrad soll sich wieder dauerhaft drehen. Denn die Stiftsmühle hat auch touristische Bedeutung.

Blick auf das Mühlenrad

Der eigentliche Teichbereich wird ausgekoffert, sodass sich das Wasser wieder ausbreiten kann. Auf der anderen Seite des Wehrs muss die Böschung, die bis zu zwei Meter tief unterspült wurde, abgetragen und neu aufgebaut werden. „Sie wird dann gerade hochgezogen“, erläutert Helmut Schiermann, Stufen werden bis zum Wasser führen. Besucher können bequem von dort aus auf das Mühlenrad schauen. Oben verschwinden die Büsche für eine Aufenthaltsfläche. Dort wird neben Sitzgelegenheiten auch eine weitere Skulptur von Ludwig Maria Vongries aufgestellt, die der Partnerschaftsverein Reszel finanziert und die derzeit am hinteren Eingang der Kirche steht. Das Mühlenrad, das jetzt als Tisch aufgestellt ist, wird umgesetzt und wie eine Skulptur aufgestellt.

Stauwehr-Sanierung beginnt im Juli

Über eine stählerne Rinne fließt frisches Wasser und damit Sauerstoff in den Dorfteich. Foto: Ronny von Wangenheim

Ein Blick zurück zu der Diskussion um das Wehr und den Mühlenteich. Soll es wieder einen Teich geben und die Gemeinde zahlt die gesamte Summe aus eigener Tasche, oder wird der Mühlenbach durchgängig für Fische gemacht, das Stauwehr verschwindet und es gibt hohe Zuschüsse – um diese Frage ging es im Wesentlichen. Auch wenn die Förderung lockte – die Asbecker wollten ihren Mühlenteich. Und auch Friedhelm Kleweken verweist auf die Stiftstradition und sagt: „Eine Mühle braucht einen Mühlenteich.“ Asbeck entwickelt sich – so eine Feststellung beim Rundgang.

Und sicher auch bei der Feierlichkeit am Pfingstmontag, zu der die Gemeinde und der Heimatverein Asbeck gemeinsam eingeladen haben. Denn die Skulptur „Long Double Nudes“ von Ludwig Maria Vongries konnte der Heimatverein dank einer Spende ankaufen. Und auch bei der Entstehung der Route „Skulp|Tour|A“ ist der Heimatverein mit verantwortlich. „Wir arbeiten gerade am Flyer“, erläutert Bauamtsleiter Helmut Schiermann – und auch die Beschilderung muss noch entstehen. Im Herbst könnte dann die Skulpturenroute, die in und um Asbeck vorbei an Kunstwerken, Denkmälern und Kreuzwegstationen führt, eröffnet und gefeiert werden.

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