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Rad hat das Klappern eingestellt

Asbeck Das Wasser rauscht zwar am Asbecker Mühlenbach, aber die Mühle klappert nicht - schon seit einem Jahr nicht mehr. Statt dessen drückt sich das rissige und mit grünem Moos überzogene Wasserrad stumm an das Mauerwerk der Stiftsmühle. Der Vorstand des Heimatvereins ist dafür um so aktiver: Er sucht nach einem neuen Rad.

Verglichen mit der roten Fachwerkwand des kleinen Gebäudes mit dem spitzen Satteldach, ist das untätige Rad aus Eichenholz ein junger Hüpfer: Die Stiftsmühle - eines der Ziele auf dem historischen Stiftsrundgang, den Tag für Tag Touristen machen - stammt aus der Mitte des 17. Jahrhunderts, das Rad datiert Ende des Jahrhunderts - Ende des 20. Jahrhunderts. 1992 ließ der Heimatverein es anbringen.

Seine Lebensdauer sollte 25 Jahren betragen. Dass es jetzt schon schlapp gemacht hat, sieht dem massiven Eichenholz eigentlich gar nicht ähnlich. "Der geringe Wasserstand ist schuld", stellt Helmut Schierman, Vorstandsmitglied und Architekt, fest. Der Bach führe oft zu wenig Wasser, um das Rad in Bewegung zu setzen. Das wenige Wasser sammele sich im unteren Teil des Rades, das dadurch schwerer werde als der obere Teil in der Luft. Die Folge: eine Unwucht. "Wir haben das Rad bewusst außer Betrieb gesetzt, damit der Schaden nicht noch größer wird, wenn sich das Rad bei starkem Regen dann doch in Bewegung setzt", ergänzt die vereinsvorsitzende Maria Pier-Bohne.

Was tun? Fest steht für den Verein, dass es sich nicht mehr lohnt, das alte Rad zu reparieren. Was jedoch an seine Stelle treten soll, ist noch ungewiss. Diskutiert wird zurzeit sowohl über ein neues Holzrad als auch über ein haltbareres Rad aus Stahl, mit dem sich sogar die Denkmalbehörde anfreunden könnte. Die Kosten belaufen sich in beiden Fällen auf mehr als 10 000 Euro. sy-

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