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Dreieinhalb Jahre hinter Gitter

Legden Drei Jahre und sechs Monate muss ein 49-Jähriger aus Legden ins Gefängnis. Mit diesem Urteil ahndete das Erweiterte Schöffengericht in Ahaus gestern die Straftaten des Mannes, der von Januar 2004 bis März 2005 für ein Projekt "Krankenhaus Europa 2000" geworben und in ganz NRW Spenden in Höhe von mindestens 292 000 Euro gesammelt hatte.

Der Angeklagte wurde noch im Gerichtssaal verhaftet - aufgrund der Höhe der Strafe und einer daraus resultierenden Flucht- sowie einer Wiederholungsgefahr. Einbezogen in das Gesamturteil wegen fortgesetzten Betrugs waren 72 Vorenthaltungen der Arbeitnehmerbeiträge für 16 Mitarbeiter in Höhe von 32 900 Euro und die falsche Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung. Wie ein Kartenhaus brach das Projekt des einschlägig vorbestraften Angeklagten nach sechs Verhandlungstagen und der Anhörung von 22 Zeugen in sich zusammen.

Abgeräumte Konten

Das Gericht ging in seinem Urteil davon aus, dass das gesamte Geld - bis auf eine Spende von 400 Euro für einen kranken Jungen und die Bezahlung der Angestellten - für den eigenen Lebensunterhalt des Angeklagten und seiner Familie verwendet worden war. Von den Spenden war kein Cent mehr aufzufinden, sämtliche Konten waren leer. Lediglich 7600 Euro aus von der Polizei noch vorgefundenen Spendendosen konnte sichergestellt werden.

Jeder Spender und Sammler, der sich für eine angeblich gute Sache engagierte, sei "auf verwerfliche Weise getäuscht worden", so das Gericht. Für das im Internet und von Angestellten des Angeklagten vor Geschäften und Märkten sowie mit aufgestellten Sammelbüchsen in Restaurants und Läden beworbene Projekt eines Kinderkrankenhauses in Mecklenburg-Vorpommern bestanden keinerlei konkrete Pläne.

Der Anwalt des Angeklagten hatte zum Hauptvorwurf der Spendengelderveruntreuung auf Freispruch und in den übrigen Fälle für eine Bewährungsstrafe plädiert. ek

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