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Drangvolle Enge in den Schulbussen

Legden/Ahaus Bus fahren ist keine gemütliche Angelegenheit - zumindest nicht für Schüler. Das hat nicht nur etwas mit dem Ziel zu tun, nämlich der Schule, sondern vor allem auch mit der Art der Beförderung: Die Schulbusse zu den weiter führenden Schulen in Ahaus sind proppenvoll - "unverantwortlich voll", wie die SPD Legden meint.

"Die Zustände der Schülerbeförderung zu den weiterführenden Schulen nach Ahaus haben ein unverantwortliches Maß angenommen", hat die SPD-Fraktionchefin Sigrid Goßling in der jüngsten Ratssitzung geschimpft. Die Schülerzahl steige ständig, - "nicht nur zu den Realschulen und Gymnasien, sondern auch zu den Berufsschulen" - die Zahl der Busse stagniere aber. Die Folge: "Insbesondere jüngere Schüler können nicht mehr einsteigen." Sie müssten zu Hause anrufen und sich von den Eltern abholen lassen.

Ob sich die Situation tatsächlich so dramatisch darstellt? Der eine oder andere Ratspolitiker, wie etwa Christoph Behrendt-Richter (UWG), erinnerte sich an seine eigenen Erfahrungen als Fahrschüler. "Da war es immer eng, aber man wurde doch nie stehen gelassen." Andere wiesen darauf hin, dass Schüler dazu neigten, immer den letzten von zwei oder drei möglichen Bussen zu nehmen, "allein, um noch eine Minute länger schlafen zu können". Dass sich dann die Schüler im letzten möglichen Bus über die Maßen drängen müssen, ließe sich nicht den Betreibern des Schülerbusverkehrs anlasten.

Schulamtsleiter Herbert Lenz stimmte Goßling zu, dass die Situation überprüft und bei Bedarf zusätzliche Busse zur Verfügung gestellt werden müssten. Lenz hat sich inzwischen mit den Kollegen der Ahauser Stadtverwaltung, die als Träger der weiter führenden Schulen für die Schülerbeförderung zuständig ist, zum Busfahren verabredet. "Wir werden die Situation unangemeldet überprüfen", kündigt er an.

Bericht in Sitzung

Über die Ergebnisse dieses Ortstermins im Morgengrauen gegen sieben Uhr und über die daraus resultierenden Gesprächen mit den Linienbetreibern will Lenz den Kommunalpolitikern in einer der nächsten Sitzungen berichten - allerdings wohl noch nicht in der nächsten Schulausschusssitzung am Mittwoch, 17. Oktober. sy-

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