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Brigidenschüler lernen bald mit dem iPad

iPad-Klasse

Noch geht es vor allem um Technik, Server und W-Lan. Doch nach den Sommerferien werden die Schüler an der Brigidenschule mit iPads arbeiten. An zwei anderen Schulen ist man schon weiter.

Legden

von Ronny von Wangenheim

, 27.06.2018
Brigidenschüler lernen bald mit dem iPad

Mit iPads werden die Schüler der Brigidenschule nach dem Sommerferien arbeiten. Foto: dpa

Die „iPad-Klasse“ ist ein Leader-Projekt, das drei Orte und drei Schulformen verbindet. Am Alexander-Hegius-Gymnasium (AHG) in Ahaus und an der Kreuz-Sekundarschule in Heek sind iPads in Klassen schon länger Realität. Die Grundschule in Legden dagegen startet erst jetzt so richtig.

„Nach den Sommerferien werden wir mit dem dritten Jahrgang beginnen“, erläutert Schulleiterin Silvia Florack. In Ruhe sollen Erfahrungen gesammelt werden. Hier geht es zuerst auch darum, wie man mit einem Tablet umgeht. Wenn die Schüler in die vierte Klasse kommen, sollen sie soweit sein, ein digitales Arbeitsbuch zu erstellen.

Alle 24 Lehrerinnen haben an Fortbildungen teilgenommen, weitere Termine werden folgen. „Die Grundstimmung ist positiv, alle sind neugierig“, erzählt Silvia Florack. Auch bisher wurde schon mit Computern gearbeitet, beispielsweise beim Antolin-Programm zur Leseförderung. „Es ist ein Glücksgriff, dass wir am Leader-Programm teilnehmen“, sagt die Schulleiterin. So wird es einfacher, die gesetzlichen Vorlagen zu erfüllen, dass digitale Medien in den Unterricht integriert werden sollen.

Nicht nur zum Spielen

Sie betont: „Die neuen Medien werden nicht Schulheft, Buch und Tafel ersetzen. Aber sie helfen beizubringen, dass ein Tablet nicht nur zum Spielen da ist, sondern ein Arbeitsgerät, das hilft, Informationen zu finden, zu rechnen oder Referate vorzubereiten und zu gestalten. Es eröffnet eine andere Arbeitsweise.“

Regelmäßig treffen sich Lehrer der drei Schulen und die Regionalmanager für die Kulturlandschaft Ahaus-Heek-Legden (AHL). Anfangs ging es um technische Fragen, um Ausschreibungen und Vergabeverfahren. „Es wurden schon für über 100.000 Euro Sachen gekauft“, so Regionalmanager Frank Bröckling. An AHG und Kreuzschule ist einiges an Infrastruktur vorhanden, alte und neue Systeme müssen deshalb angepasst werden. Bröckling: „Für die Grundschule ist es der größte Schritt.“

Inzwischen geht es auch schon um Inhalte. Welche Apps sind gut geeignet, welche Software braucht es, damit die Kinder beispielsweise Mathematik spielerisch erlernen können. Da wird viel von den Lehrern getestet, nach den Ferien wird es dann eingebaut. Frank Bröckling erläutert, dass die Lehrer auf ein Baukastensystem zurückgreifen können. „Jeder Lehrer kann schnell und einfach Aufgaben erzeugen.“

Projektkoordinator gesucht

Wichtig ist, dass alle drei Schulen auf das Material zugreifen können. Denn Sinn des Projekts ist es auch, dass Lehr- und Lerninhalte interschulisch vernetzt werden und damit der Übergang von Grundschule zu weiterführender Schule oder von Sekundarschule zu Gymnasium optimiert wird. Doch das ist eine Aufgabe für die Zukunft.

Bis 2021 läuft das Leader-Projekt. Für das Team- und Projektmanagement wird zum 1. August ein Projektkoordinator gesucht, nachdem eine erste Koordinatorin, die im März begonnen hatte, vorzeitig aufhörte. Er oder sie wird auch für eine Erfolgskontrolle zuständig sein und die Erfahrungen aufarbeiten. Dann können auch andere Schulen und Kommunen von der Arbeit in Ahaus, Heek und Legden profitieren.