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Anlaufstelleunterstützt Eltern

Legden «Familienförderung steht für uns ganz oben an.» Das sagte Hans Overmann nicht nur am Mittwochabend den Mitgliedern des Jugendausschusses, sondern ließ auch gleich Taten folgen: Gestern war der Leiter des Kreisjugendamtes in Legden unterwegs, um Räume für eine Anlauf- und Kontakstelle zu finden, die im Herbst öffnen soll.

«Die Probleme nehmen zu, die Erziehungskompetenz nimmt ab», bringt Overmann die Ausgangssituation auf den Punkt. Legden sei da keine Ausnahme - im Gegenteil: Seit Jahren beobachte der Kreis bereits mit Sorge, dass im Dahliendorf die Zahl der Kinder, die in Heimen untergebracht sind, überproportional hoch sei (seit zwei Jahren sieben, davor noch 14). Ein Kind aus einer Familie zu nehmen, sei stets sei nicht nur ein radikaler Eingriff in die Familienstruktur, sondern auch sehr kostspielig: 40 000 bis 50 000 Euro pro Kind und Jahr. «Wir wollen es künftig erst gar nicht mehr so weit kommen lassen und präventiv tätig werden», so Overmann - mit der neuen Anlauf- und Kontaktstelle. Ob Hilfe für Scheidungskinder, soziale Gruppenarbeit für Jugendliche, die als schwierig gelten, aber auch Frauenstammtische und Elterngesprächskreise - die neue Einrichtung wolle offen sein für alle familiären Sorgen - große wie kleine.

Freie Träger

Unter einem Dach bietet sie verschiedene Angebote der Erziehungshilfe an, die zwar schon jetzt existieren allerdings eher nebeneinander her als miteinander verbunden. «Ziel ist es, die Kräfte zu bündeln. Dafür hat das Jugendamt verschiedene freie Träger ins Boot geholt: das Eylarduswerk, die Caritas Ahaus, die Praxis Zweers, der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband und die evangelische Jugendhilfe Münster.

Nicht nur die Vernetzung der Träger verfolge die Kontaktstelle («wir haben noch keinen besseren Namen», so Overmann), sondern auch der Einrichtungen für Kinder und Jugendlichen - vom Kindergarten bis zum Jugendhaus Pool: «Gemeinsam können wir viel leisten für Familien.» sy-

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