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400 Einsätze in Bottrop

Sturm verschonte Kirchhellen größtenteils

Kirchhellenm "Schlimmer als Kyrill", "eines der schlimmsten Unwetter seit Jahren", "mindestens sechs Tote" - die Meldungen über den Sturm, der in der Nacht von Montag auf Dienstag über NRW fegte, lesen sich wie ein Horrorroman. In Kirchhellen ist man jedoch noch relativ glimpflich davon gekommen.

Sturm verschonte Kirchhellen größtenteils

Tief "Michaela" zog über NRW hinweg.

"Wir sind sehr erleichtert, denn in Kirchhellen selbst ist alles ziemlich glimpflich abgelaufen", sagte Dieter Heidermann, Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Kirchhellen, am Mittwoch (11.6.) auf Anfrage unserer Zeitung. Hauptsächlich seien seine Kräfte in Bottrop im Einsatz gewesen. Dort sei man bis an die Grenzen gegangen.

"Nebenher haben unsere Leute ja auch noch ein normales Berufsleben. Zwischen Einsatz und Arbeit haben viele nur ein bis zwei Stunden geschlafen", so Heidermann. Auch gestern morgen waren noch einige Kirchhellener in Bottrop unterwegs. Heidermann ist froh, wenn es vorbei ist: "Dann herrscht hoffentlich erst mal Ruhe. Die haben sich die Jungs dann auch verdient."Parks haben Unwetter gut überstanden Gut überstanden hat der Freizeitpark Schloss Beck das Unwetter. "Wir haben nicht mal einen abgeknickten Ast", erzählte Rita Bürger vom Park gestern. Während des Sturms habe sie große Sorge gehabt und sei jetzt sehr erleichtert. Wie gewohnt konnte der Freizeitpark sowohl am Dienstag, als auch am Mittwoch öffnen. Dennoch spüre man die Auswirkungen des Sturms. "Viele Besucher rufen an und fragen, ob der Park tatsächlich geöffnet hat. Viele Gruppen haben außerdem abgesagt, weil sie nicht zu uns kommen. Teilweise haben Kindergärten auch Ausflüge im Freien verboten", so Bürger.

Keine Schäden, keine technischen Defekte vermeldet auch der Movie Park. "Der Kelch scheint an uns vorüber gegangen zu sein. Wir konnten ganz nochmal öffnen", sagte Jessica Demmer vom Freizeitpark.Lage hat sich entspannt

Insgesamt hat sich die Lage mittlerweile in ganz Bottrop etwas entspannt. "Wir hatten über 400 Einsätze. 60 davon waren heute morgen noch offen, die arbeiten wir nach und nach ab", sagte Kim Heimann, Leiter der Feuerwehr Bottrop am Mittwoch(11.6.). Nicht mit inbegriffen sind dabei Meldungen ohne Gefährdungspotenzial. Wasserschäden gebe es keine, dafür viele umgestürzte Bäume und abgeknickte Äste. Nach Angaben der Stadt sind einige hundert Bäume umgeknickt. Windgeschwindigkeiten von bis zu 145 Kilometern in der Stunde hätten selbst gesunde und standfeste Bäume entwurzelt. Erschwert würden die Aufräumarbeiten dadurch, dass die zum Teil 80 und 100 Jahre alten Bäume nicht mit dem vorhandenen Gerät beseitigt werden können. Dafür müssten eigens Schwerlast-Kräne angefordert werden.Straßen gesperrt

Da aber weite Teile des Ruhrgebiets mit den Folgen des Unwetters zu kämpfen hätten, seien diese Kräne im eng getakteten Dauereinsatz und stünden Bottrop nur für einige Stunden zur Verfügung. Insbesondere in Welheim werden deshalb, so die Stadt, voraussichtlich noch einige Straßen gesperrt bleiben. Insgesamt kam es im gesamten Stadtgebiet zu Verkehrsbehinderungen und Staus.

Große Schäden hat der Sturm im Stadtgarten verursacht. Der Park bleibt deshalb bis auf weiteres gesperrt. Die Stadtverwaltung empfiehlt auf Spaziergänge durch den Wald zu verzichten, da noch nicht absehbar ist, welche Gefahren durch herabstürzende Äste entstehen können.

 

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