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Kirchhellen oft betroffen

Polizei machte Aktionstag gegen Wohnungseinbruch

Kirchhellen Die Polizei hat am Donnerstag einen Aktionstag gegen Wohnungseinbruch in Kirchhellen gemacht. Nicht ohne Grund ausgerechnet in diesem Bottroper Ortsteil. Hier hat es in den letzten Wochen viele Einbrüche gegeben.

Polizei machte Aktionstag gegen Wohnungseinbruch

Unter anderem an der Straße Schlagkamp stand die Polizei am Donnerstag und kontrollierte Fahrzeuge. Foto: Rademacher

Verstärkte Präsenz hat die Polizei am gestrigen Donnerstag in Kirchhellen gezeigt. Der Grund: Sie hat dort einen Aktionstag gegen Wohnungseinbruch veranstaltet. Zwar, so sagt es Michael Franz von der Kreispolizei am Rande des Geschehens, sind die Einbruchszahlen in NRW derzeit rückläufig – in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres sogar um 22 Prozent. Trotz dieses Trends, so der Polizeisprecher, sei das Thema aber immer noch sehr zentral für die Polizei. Auch in Kirchhellen.

Hier habe es laut Polizeisprecher in den vergangenen Wochen immer wieder vollendete, aber auch versuchte Einbrüche gegeben. Folgende drei Schwerpunkte haben die Beamten deshalb am Donnerstag in Kirchhellen gesetzt:


1.: Kontrollen an der Autobahn

Kirchhellen grenzt an die A31 und ist damit ein Ort, den man mit schneller Geschwindigkeit erreichen und auch wieder verlassen kann. Für Einbrecher bieten sich solche Ort an, so Franz. „Es handelt sich nicht immer um reisende Gruppen, die Einbrüche begehen“, sagt Michael Franz, „aber oft ist es so.“

Deshalb standen Beamte am Donnerstagnachmittag und -abend an verschiedenen Straßen, die auf die Autobahn zuführen, und kontrollierten Fahrzeuge. Große Fahrzeuge, Kleintransporter oder kleine Lastwagen mit fremden Kennzeichen zogen sie aus dem Verkehr und kontrollierten sie. Klar: Dabei haben sie nicht unbedingt Einbrecher geschnappt oder aus dem Verkehr gezogen. Aber, so Michael Franz, bei so einem Aktionstag geht es eben vor allem auch darum, Präsenz zu zeigen.

2.:Reiterstaffel unterwegs

In diesem Sinne waren am Donnerstag auch viele Beamte in Wohngebieten unterwegs – sogar eine Reiterstaffel, die durch Feldhausen ritt. „Es geht uns auch darum, die Menschen für das Thema zu interessieren“, begründet Michael Franz den Einsatz der zwei Polizisten hoch zu Ross.

Neben ihnen war aber auch der Bezirksdienst unterwegs und hielt Ausschau nach Wohnhäusern, die die Fenster auf Kipp oder sogar zum Lüften geöffnet hatten. „So etwas ist eine Einladung für Einbrecher“, sagte Franz. Die Beamten steckten Zettel in die Briefkästen dieser Häuser oder schellten an, um die Bewohner auf das Risiko aufmerksam zu machen. Und sie kamen mit vielen Menschen ins Gespräch, zeigte sich. Auch ein Ziel des Tages, so Franz: „Es geht darum, den Menschen ein Sicherheitsgefühl zu vermitteln.“ Über die Anzahl der Beamten, die insgesamt bei dem Aktionstag im Einsatz waren, wollte er keine Angaben machen. „Ziemlich umfänglich“, so sagt er, seien aber Beamte in Kirchhellen vor Ort gewesen. „Man soll die Polizei einfach wahrnehmen.“


3. Stand auf dem Markt

Davon abgesehen gibt es aber auch viel, was die Kirchhellener selbst gegen Wohnungseinbruch tun können. Auf dem Markt informierten Beamten an einem Stand zum Thema Einbruchprävention. „Es ist immer noch so, dass Einbrecher sich vor allem Fenster und Türen vornehmen“, so Franz. Wie man diese sichern kann und was außerdem ratsam ist, um sein Heim für Einbrecher unattraktiv zu machen, klärten die Polizisten in persönlichen Gesprächen mit den Kirchhellenern. Zum Beispiel: Oft kommen Einbrecher über die Terrassen- oder Balkontür über den Garten. Dort, so rät Michael Franz, sollte man deshalb beispielsweise vermeiden, dunkle Ecken zu schaffen.

Ein wichtiger Punkt sei auch das Thema der sozialen Kontrolle. Aufmerksame Nachbarn, so Michael Franz, sind wichtig, um Einbrüche zu verhindern. „Das hat nichts mit Neugierde zu tun.“ Vor allem, wenn die Beobachter sich auch trauen, sofort die Polizei anzurufen. „Da sollte man sich auch wirklich nicht scheuen“, so der Polizeisprecher.

  • An dem Marktstand am Donnerstag konnten Interessierte mit den Beamten einen Termin für eine individuelle Beratung ausmachen.
  • Wer das verpasst hat, kann sich einfach telefonisch bei der Polizei melden und ebenfalls einen Termin vereinbaren.
  • Das geht unter Tel. (02361) 553344. Dort, so Michael Franz, geht zunächst ein Anrufbeantworter ran. Es gehe aber kein Anruf verloren.

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