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Debatte über „GroKo“

„Die SPD soll wieder eine Bürgerpartei sein“

Kirchhellen Mit „Tritt ein, sag nein“ werben einige Jusos bundesweit um neue Mitglieder, die Nein zur „GroKo“ sagen. Nicht alle finden das gut. Was sagen die Kirchhellener Jusos zu dieser Kampagne?

„Die SPD soll wieder eine Bürgerpartei sein“

Sebastian Pels, Alexander Große-Beck und Julika Enbergs sind nicht kategorisch gegen die Große Koalition. Foto: andreas hofmann//hofmann-foto@we

Wir haben bei den SPD-Mitgliedern Sebastian Pels, Alexander Große-Beck und Julika Enbergs nachgefragt. Davon, nur in die Partei einzutreten, um gegen eine Große Koalition zu stimmen, halten die Drei nicht viel. „Man sollte aus Überzeugung in eine Partei eintreten“, sagen Pels und Große-Beck. Sie selbst kennen niemanden, der Mitglied der SPD geworden ist, um gegen die Große Koalition (GroKo) zu stimmen. Ihnen ist aber bewusst, dass viele Menschen diese Thematik beschäftigt. Deshalb war der Parteitag der SPD für Alexander Große-Beck eine „Sternstunde der Demokratie“. „Es gab gute und faire Debatten und Diskussionen, eine Spaltung in der Partei konnte ich dabei nicht erkennen.“

Abwarten und Analysieren
Die Bottroper Jusos gehörten im Vorfeld des Parteitags auch zu denjenigen, die neue Koalitionsverhandlungen nicht kategorisch ablehnen. So erklärt es Sebastian Pels. „Wir sagen das nicht, weil wir die Sondierungspapiere so toll finden, im Gegenteil, auch wir haben einiges daran zu kritisieren und zu verbessern. Wir wollen aber erst mal schauen, ob sich inhaltlich in den Koalitionsverhandlungen noch etwas rausholen lässt.“ Wenn es dann ein Ergebnis gebe, könne man auch die Parteimitglieder befragen. „Man sollte lieber abwarten, analysieren und danach erst handeln“, stimmt Große-Beck zu.

„Natürlich haben die Sondierungsverhandlungen nicht das beste Ergebnis gebracht, das muss dann jetzt verbessert werden. Auch, damit die SPD nicht ihr Gesicht verliert“, findet Julika Enbergs. „Ich hatte nämlich das Gefühl, dass in den Sondierungspapieren zu wenig von der SPD zu erkennen war. Ich hoffe, dass man jetzt mehr erreichen kann.“

Dabei wünschen die drei sich, dass auch „ihre“ Themen berücksichtigt werden. Sebastian Pels ist besonders die „sachgrundlose Befristung“ wichtig. Vor allem junge Menschen, die gerade ihre Ausbildung abgeschlossen haben, kennen dieses Problem: Ihr Arbeitsvertrag ist zunächst nur befristet und gilt nur für einen bestimmten Zeitraum, damit ihr Arbeitgeber sie risikolos erproben kann. Vielen jungen Menschen fehlt es dadurch an Planungssicherheit, da sie nicht wissen, ob sie in ein paar Jahren immer noch in der gleichen Firma arbeiten können. Das will die SPD ändern. „Ich würde eine Änderung dort schon fast als Koalitionsbedingung sehen“, sagt Pels. „Es kann einfach nicht sein, dass so viele junge Leute nach ihrer Ausbildung nur einen befristeten Vertrag bekommen.“

Bürgerversicherung

Ein großes Augenmerk legen Sebastian Pels und Alexander Große-Beck auch auf das Thema Bürgerversicherung. „Privat und staatlich Versicherte sollten gleichgestellt werden“, findet Alexander. Das Anliegen solle beim Arzt wichtiger sein als die Art der Versicherung. „Der Patient soll im Mittelpunkt stehen.“

Den Kirchhellenern ist wichtig, dass die SPD nach dem Scheitern der Jamaika-Verhandlungen ihre politische Verantwortung wahrgenommen hat. Alexander Große-Beck wünscht sich jetzt faire Koalitionsverhandlungen und dass der Bürger wieder mehr im Fokus steht. „Die SPD soll wieder eine Bürgerpartei für alle sein.“

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