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Spielzeugmarkt im Brauhaus

Begehrte Schätzchen zogen viele Besucher an

Wer den Kirchhellener Spielzeugmarkt besucht, ist insgeheim wohl immer ein bisschen Kind geblieben. Anders sind die glänzenden Augen der Besucher nicht zu erklären, die Modellautos begutachten, Puppen behutsam in die Hand nehmen und in alten Zeitschriften und Büchern blättern.

Begehrte Schätzchen zogen viele Besucher an

Für 5500 Euro bot Walter van Vecthoven den Rennwagen der Firma Tippco aus den 1930er-Jahren an.

Als die Messe am Sonntagmorgen pünktlich um elf Uhr im Brauhaus öffnete, hatte sich schon eine lange Schlange gebildet. Begehrte Stücke können schließlich schnell verkauft sein. Von Modellautos über Eisenbahnen, Puppen, Gesellschaftspiele und Zinnsoldaten hat die Messe fast alles zu bieten, was das Sammlerherz höher schlagen lässt. Das weiß auch Friedhelm Blumberg zu schätzen, der die Kirchhellener Spielemesse regelmäßig besucht: "Auf anderen Börsen gibt es oft fast ausschließlich Modelleisenbahnen oder Neuware. Die Vielfalt hier ist wirklich einmalig."

Große Auswahl

Erfolgreich war er heute auch schon. Sieben Ausgaben der Motorrundschau hat er erstanden. Aber natürlich nicht irgendwelche: auf dem Titelbild sind Autos des Herstellers Goliath abgedruckt. Goliath ist seine große Leidenschaft. Stolz präsentiert er auch ein kleines rotes Plastikauto. Ein Werbegeschenk des Unternehmens aus dem Jahr 1952. "In rot fehlte es mir noch", berichtet er schmunzelnd.

An einem anderen Stand verkaufen Erika Grüntjes und Edith Krüger Puppen: Wiegenpuppen, Pfeifentonpuppen, deutsche Trachtenpuppen oder Petitcollin-Puppen aus Frankreich. Die Sammelleidenschaft reicht bei den beiden Frauen schon in die Kindheit zurück. "Es begann mit Puppen, die ich von meinen Tanten geerbt habe", erklärt Erika Grüntjes. Die Auswahl ist groß und die Preise sind erschwinglich.Raritäten sind richtig teuer

Aber nicht alles, was es auf der Spielemesse zu kaufen gibt, kann spontan mit ein paar Geldscheinen bezahlt werden. Ein Beispiel ist eine originalgetreue Nachbildung des Leipziger Bahnhofs aus den 1930er Jahren. 28 000 Euro muss man für diese Rarität hinblättern.

Unter den vielen Besuchern tummeln sich nur wenige Kinder. Eine Ausnahme ist Familie Vierlinger, die mit ihren fünf Kindern den Spielzeugmarkt besucht. Alte Spielsachen haben für sie alle eine große Faszination. "Mein Mann hat eine alte Dampfmaschine", erzählt Sandra Vierlinger. "Unsere Kinder sind damit aufgewachsen und auch mit alten Puppen spielt unsere Tochter gerne." Spielzeuge scheinen also tatsächlich zeitlos zu sein.

 

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