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Diskussionen um Rossmann-Gebäude

Architekt beantwortet offene Fragen zum Neubau

Kirchhellen Die Diskussionen um das Bauvorhaben rund um den Rossmann-Neubau reißen nicht ab. Die Politiker beurteilten den Bau positiv, eine Gruppe Bürger (Kirchhellen bleibt Dorf) wehrt sich vehement gegen den Neubau. Nun bezieht Architekt Berthold Tönnes von "Wohnbau Overhagen" Stellung und klärt auf.

Architekt beantwortet offene Fragen zum Neubau

So soll der Neubau an der Hauptstraße mal aussehen.

Es gibt keine öffentliche Grünfläche und auch keine private Grünfläche, die entfernt wird. Auf dem Grundstück, welches wir erworben haben und welches bebaut werden soll, stehen einige große Fichten, die nicht unter die Baumschutzsatzung fallen und ohne Genehmigung beseitigt werden können. Sie stehen auf privatem Gelände. Wir bebauen einen vorhandenen privaten Parkplatz sowie eine vorhandene, bitumenbedeckte Hoffläche. Das heißt außerdem, dass keine Spielplatzfläche entfernt wird. Vom Entfall einer Grünfläche kann also keine Rede sein.

Nein, die entfallenden Parkplätze werden an anderer Stelle neu erstellt. Nach der Bauordnung für dieses Objekt werden ungefähr 50 Tiefgaragenstellplätze erbaut. Zusätzlich entstehen weitere 14 Stellplätze. Damit stehen Einkäufern in Kirchhellen dann 89 Stellplätze zur Verfügung. Das macht ein Plus von 42 Stellplätzen.

Entgegen aller Gerüchte – ja! Wir benötigen keinen Quadratmeter von der Festwiese. Das Gegenteil ist der Fall. Im Zuge der Abwicklung der Baumaßnahme erhält die Stadt aus Privateigentum ungefähr 600 Quadratmeter Freifläche zum Eigentum, die der Festwiese zugeschlagen werden. Erst damit ist die dauerhafte Nutzung der Wiese für die Brezelfest-Kinderbespaßung gesichert.

Es gibt nun mal einen alten Grundsatz für die Kommunalpolitik: Zunächst werden die Politiker informiert und dann erst die Öffentlichkeit. Was soll ein Bezirksvertreter sagen, wenn eine Baumaßnahme in epischer Breite der Öffentlichkeit vorgestellt wird und er erst danach eine Entscheidung zu fällen hat? Wir haben uns an den korrekten Verfahrensweg gehalten: erst die Verwaltung, dann die Politik und zu guter Letzt die Öffentlichkeit.

Es ist schon erstaunlich, dass vielfach diejenigen, die früher von irgendwoher nach Kirchhellen zugezogen sind, sich heute gegen eine solche Bebauung aussprechen. Soll es vielleicht eine Zuzugsbeschränkung geben? Soll es keine Wanderungsbewegungen innerhalb des Dorfes mehr geben? Will man älteren Menschen nicht die Möglichkeit geben, in die Ortsmitte zu ziehen? Will man um Kirchhellen eine Mauer bauen, die Zuzüge von auswärts verhindert? Vielleicht sollten viele Kritiker einmal daran denken, dass auch das von ihnen bewohnte Objekt nur möglich war, weil in früheren Jahren Kirchhellener bereit waren, Bauvorhaben zu genehmigen.

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