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Neue Kehrmaschine in Ascheberg

Rentner Dieter Kirchhoff kurvt mit der Kehrmaschine durchs Dorf

Ascheberg Die Gemeinde Ascheberg hat probeweise eine Kehrmaschine für zwei Jahre gemietet. Der Fahrer ist ein alter Bekannter, der keine Lust auf Ruhestand hat.

Rentner Dieter Kirchhoff kurvt mit der Kehrmaschine durchs Dorf

Dieter Kirchhoff hat sichtlich Spaß mit seinem neuen Arbeitsgerät. Foto: Claudia Hurek

Zehn Monate Ruhestand sind genug“, so Dieter Kirchhoff (64). Der ehemalige Bauhofmitarbeiter, der im vergangenen Jahr nach 22 Jahren Dienst bei der Gemeinde in den Ruhestand ging, darf „endlich wieder ran“, wie er selbst sagt. Die Vorfreude auf seinen künftigen Arbeitsplatz, der Führersitz der Kehrmaschine Citymaster 1600, steht ihm dabei deutlich ins Gesicht geschrieben. Bürgermeister Dr. Bert Risthaus ist ebenfalls froh, den „alten“ neuen Mitarbeiter wieder bei der Gemeinde begrüßen zu können. „Ruhestand ist nichts für mich, das habe ich jetzt festgestellt“, so Kirchhoff.

Rentner Dieter Kirchhoff kurvt mit der Kehrmaschine durchs Dorf

Die neue Kehrmaschine ist für zwei Jahre gemietet. Foto: Claudia Hurek

Für die kommenden zwei Jahre wird er auf Minijob-Basis innerhalb der Gemeinde mit der Kehrmaschine auf allen öffentlichen Plätzen, Schulhöfen und Radwegen für Sauberkeit sorgen. Diese Zeit dient als Erprobungsphase; die Außenreinigungsmaschine, deren Kaufpreis im sechsstelligen Bereich liegt, ist zunächst einmal von der Gemeinde für einen monatlichen Betrag in Höhe von 1000 bis 1500 Euro angemietet; der Mietpreis variiert durch die Anzahl der Betriebsstunden.

Citymaster darf auf Gehwegen fahren

Am Dienstag stellte Dr. Risthaus gemeinsam mit Christian Scheipers vom Tiefbauamt und Bauhofleiter Andreas Nünneke die Arbeitsmaschine den Pressevertretern vor.

Dieter Kirchhoff drehte mit dem, dank einem Knickgelenk ausgesprochen wendigen Fahrzeug, Runde um Runde auf dem Katharinenplatz. Der Citymaster 1600 mit dem AGR-Gütesiegel (Aktion Gesunder Rücken) wiegt 3,5 Tonnen, kann dank Sonderrechten auch auf Gehwegen genutzt werden und hat einen Dieselmotor (Euro 6) mit 75 PS. Zwei unabhängig voneinander steuerbare Kehrbesen mit gummierten Rund- und Flachstahlborsten sorgen für saubere Flächen.

Saugmund nimmt den ganzen Dreck auf

Mit einem kleinen Joystick passt Dieter Kirchhoff sowohl Drehzahl als auch Einstellung der Besen den Örtlichkeiten an. Rund einen Kubikmeter Kehrgut, das durch den Saugmund hinter den rotierenden Bürsten aufgenommen wird, fasst der Sammelbehälter. Für die Nassreinigung, so entsteht kein Staub, stehen 175 Liter Wasser zur Verfügung, die im Innern des Fahrzeugs gefiltert und mittels Umlaufsystem anschließend wieder genutzt werden. Relevante Daten wie Einsatzzeiten, Spritverbrauch etc. speichert der Bordcomputer. Im Winter kann das Fahrzeug als Streufahrzeug oder Schneeschieber genutzt werden.

Gemeinde geht mit gutem Beispiel voran

„Wir von der Gemeinde wollen mit gutem Beispiel vorangehen. Wenn jeder vor der eigenen Haustür auch mal den Besen in die Hand nimmt, sorgen wir somit gemeinsam für ein ansprechendes Ortsbild, das auch Besuchern in guter Erinnerung bleiben wird,“ so Risthaus.

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