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Hitze und Trockenheit machen Landwirten zu schaffen

Ernte-Ausfall

Das Wetter sorgt für gute Stimmung bei Sonnenanbetern und Freibadgängern. Die Bauern hingegen sorgen sich um ihre Ernte. Eine schlechte Ausbeute könnte auch Folgen für die Verbraucher haben.

Herbern

von David Reininghaus

, 03.07.2018
Hitze und Trockenheit machen Landwirten zu schaffen

Aufgrund der langen Trockenheit mit sehr wenig Regen ist die Getreide-Ernte vieler Bauern in Gefahr. © picture alliance / dpa

Erst ein nasser Winter, dann frühe Dürre – die Wetterbedingungen haben sich die heimischen Bauern sicher anders gewünscht. Ändert sich an den Verhältnissen nichts, müssen sie mit deutlichen Einbußen bei der Ernte rechnen. Das gilt auch für die Felder von Gerhard Reimann. Er ist der Vorsitzende des landwirtschaftlichen Ortsvereins und baut Gerste, Weizen und Mais an.

Im vergangenen Jahr gab es eine zufriedenstellende Ernte für die Bauern. Diesmal droht eine magere Ausbeute. „Das Wetter suchen wir uns leider nicht aus“, so Reimann, der gerade vom Gerste schneiden kommt.

Die Ernte der Getreidesorte ist fast abgeschlossen. Der Ertrag? Mäßig. „Auf schwereren Böden mit hohem Lehm-Anteil ist die Ernte ganz in Ordnung, weil sich dort das Wasser länger hält“, berichtet Reimann. Auf Sandböden, die schnell austrocknen, habe es aber schlechter ausgesehen. Insgesamt fällt die Bilanz durchschnittlich aus.

„Der Regen könnte zu spät kommen“

Ähnlich verhält es sich beim Weizen, der derzeit in einer ganz wichtigen Phase steckt, der Kornfüllungsphase. „Bei feuchten Verhältnissen füllen sich die Körner sehr gut und der Mehlanteil wird höher“, erklärt Reimann. Doch aufgrund der aktuellen Trockenperiode passiert genau das momentan nicht.

Einige Pflanzen fallen sogar komplett vertrocknet in sich zusammen, bei anderen bilden sich deutlich kleinere Körner mit einem wesentlich kleineren Mehlanteil. Kurzum: Die Qualität ist schlechter als sonst. „Es droht eine schlechte Ernte, der Regen könnte zu spät kommen“, so Reimann. Wenn er denn überhaupt kommt.

Die besten Chancen gibt es noch beim Mais. „Hier ist alles früh genug. In nächster Zeit müsste es aber auch für den Mais mal Regen geben, damit er sich gut entwickelt“, hofft Reimann. Mitte September beginnt die Mais-Ernte.

Folgen für die Verbraucher

Kartoffeln werden bei den heimischen Landwirten zwar weniger angebaut, doch eine wesentlich geringere Ausbeute und kleinere Kartoffeln als gewöhnlich drohen auch hier.

„Wir hoffen natürlich, dass die Einbußen nicht zu hoch sind“, sagt Reimann über mögliche finanzielle Konsequenzen. Am Ende könnte die schlechte Ernte auch Folgen für die Verbraucher haben. Dann nämlich, wenn die Preise steigen.