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Alte Wohnung war einsturzgefährdet

Glück im Unglück: Familie Reher hat eine neue Bleibe

Herbern Das Dach hat einen Knick, in den Wänden sind Risse: Wegen Einsturzgefahr muss Familie Reher ihre alte Wohnung in Herbern im Dezember Hals über Kopf verlassen. Nun hat für die Familie ein neues Leben begonnen – außerhalb von Herbern.

Glück im Unglück: Familie Reher hat eine neue Bleibe

Risse in den Wänden und eine deutlich sichtbare Wölbung in den Dachziegeln zwangen Familie Reher zum Auszug. Inzwischen wird das Haus saniert. Ob die Familie zurückkehrt, weiß sie noch nicht. Sie hat in Selm eine neue Bleibe gefunden. Foto: Jan Hüttemann

Im vergangenen Dezember musste die Familie ihre Wohnung verlassen, da das Dach stark einsturzgefährdet war. Jetzt hat für die (noch) dreiköpfige Familie ein neues Leben begonnen. Kevin Reher (27) und seine hochschwangere Frau Jennifer (26) haben mit ihrem Sohn Michael (3) eine neue Bleibe in Selm gefunden. „Wir wollten eigentlich schon in Herbern bleiben, aber es hat einfach nicht geklappt“, sagt Kevin Reher.

Nach einem Sturm ergab sich in dem 1900 errichteten, alten Fachwerkhaus auf der Schützenstraße das Problem, dass die Dachziegel durchhingen, als wäre das Dach schon beinahe flüssig. An manchen Stellen konnte man die Decke hochdrücken. Die Familie war unter dem schiefen Dach nicht mehr sicher und musste die Wohnung verlassen.

Großes Glück mit einem Vermieter in Selm

Hinzu kam, dass der Arbeitsvertrag von Kevin Reher als Lagerist einen Monat zuvor ausgelaufen war. Inzwischen habe er ein Praktikum absolviert und nun stehe ihm eine neue Anstellung „in der Produktion“ in Aussicht, erklärt er.

Da die Familie Zuwachs erwartet und sie auch einen Hund hat, brauchten die Rehers natürlich entsprechend Platz. Sohn Michael benötigt ein eigenes Zimmer und das nächste Kind ist unterwegs: „Es könnte im Prinzip jeden Moment so weit sein“, so Kevin Reher. Somit suchten sie eine Wohnung mit drei Zimmern.

Herbern Die Hiobsbotschaft für die bald vierköpfige Familie aus Herbern kam vor einer Woche: Ihr Dach ist einsturzgefährdet. Jetzt braucht sie dringend eine neue Unterkunft. Die Suche ist schwierig.mehr...

Dann hatten sie großes Glück mit einem Vermieter in Selm: „Wir konnten im Prinzip direkt einziehen. Da er unsere Situation kannte, durften wir sogar unseren Hund mitbringen, obwohl er ursprünglich nicht an Hundebesitzer vermieten wollte“, freut sich Kevin Reher. Nun lebt die Familie in drei Zimmern auf 94 Quadratmetern.

Zurück nach Herbern?

Vom ehemaligen Vermieter, der schriftlich zusicherte, die Wohnung zu sanieren, hätten sie schon eine Weile nichts gehört, sagt Kevin Reher. Dieser bestätigte auf Anfrage, dass die Familie zurück in die Wohnung ziehen könne, sobald die gerade beginnenden Sanierungs- und Renovierungsarbeiten abgeschlossen seien. In etwa einem halben Jahr dürfte dies der Fall sein, schätzt der Vermieter, der namentlich nicht genannt werden will.

Während Sohn Michael und auch der Hund sich gut an die neue Wohnsituation gewöhnt hätten, möchte Jennifer Reher gerne wieder zurück nach Herbern: „Es ist schon irgendwie blöd, nun weg zu sein“, sagt die 26-Jährige. Ob sie nun in Selm bleiben oder wieder zurück nach Herbern gehen, da sei sich die Familie noch nicht sicher.

Denn auch wenn sie sich im alten Umfeld wohler fühlten, sei die jetzige Wohnung eigentlich besser, meint Kevin Reher. Und ein neuer Kindergartenplatz für Sohn Michael hat die Familie in Selm auch in Aussicht. Das neue Jahr hat den Rehers Glück gebracht.

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