Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Friseursalon an der Altenhammstraße ist dicht

„Haargenau“

Seit Mitte Juni stehen die Kunden des Friseursalons „Haargenau“ an der Altenhammstraße 19 vor verschlossener Tür. Die Nachricht soll für die Mitarbeiter völlig überraschend gekommen sein.

Herbern

von Claudia Hurek

, 04.07.2018
Friseursalon an der Altenhammstraße ist dicht

Der Friseursalon „Haargenau“ an der Altenhammstraße: Er bleibt bis auf Weiteres geschlossen. © Claudia Hurek

Seit dem 14. Juni 2018 ist die Tür des Friseursalons „Haargenau“ von Inhaberin Martina Nachtmann für die Kundschaft geschlossen. Lediglich ein Schild an der Eingangstür an der Altenhammstraße weist auf die Schließung hin – „aus gesundheitlichen Gründen“, heißt es dort. An einer „Betriebsübergabe unter bekannten Gesichtern“ werde gearbeitet.

Auf Anfrage bestätigt Martina Nachtmann, dass sie persönlich das Geschäft nicht mehr weiterführen kann. Aufgrund der schwierigen personellen Situation der vergangenen Jahre (Mitarbeiter seien oftmals wegen Krankheit ausgefallen, neue Mitarbeiter seien schwer zu finden gewesen) hätten fehlende Urlaube sowie mangelnde Freizeit zu der jetzigen gesundheitlichen Situation geführt. Das ist die offizielle Erklärung.

„Wir sind aus allen Wolken gefallen“

Für Manuela Leibold, Mitarbeiterin bei „Haargenau“, sei das Aus völlig überraschend gekommen: „Ich habe morgens eine Nachricht bekommen, ich solle mich abends zur Teambesprechung im Laden einfinden. Als wir dann abends erfuhren, dass wir alle entlassen sind und am nächsten Tag nicht mehr erscheinen brauchen, sind wir aus allen Wolken gefallen.“

Den ehemaligen Mitarbeitern, die teilweise seit Jahren dort beschäftigt waren und viele Stammkunden hatten, ist es, wie Manuela Leibold als Teamsprecherin mitteilt, „eine Herzensangelegenheit, sich bei allen Kunden zu bedanken“. „Da hatten wir ja gar keine Zeit und Gelegenheit zu“, sagt die Friseurin mit großem Bedauern – auch im Namen ihrer Kollegen.

Neue Stellen für die Mitarbeiter

Alle Mitarbeiter hätten zum Glück aber bereits eine neue Anstellung gefunden: Friseurin Andrea wird ab dem 1. August bei Friseur Grube in Davensberg arbeiten, Friseur Ali hat es nach Hamm verschlagen und Manuela Leibold ist in Zukunft im Salon Wessel an der Südstraße zu finden. „Dort habe ich meine Ausbildung damals gemacht. Über das Arbeitsamt habe ich erfahren, dass dort eine Fachkraft gesucht wird und ich bin froh, dass es geklappt hat.“

Mitarbeiterin Nadine ist urlaubsbedingt abwesend und konnte bisher keine Auskunft über ihre Zukunft geben.

Ob und wie es mit dem ehemaligen Salon weitergeht, steht noch in den Sternen. Unklar ist auch, was mit den von vielen Kunden erworbenen Treukarten passiert.