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Fahrlässigkeit kostet Leben junger Frau

41-Jähriger zu Geldstrafe verurteilt

Das tragische Geschehen wurde gestern Morgen beim Amtsgericht Ahaus nochmals aufgearbeitet, als sich der Unglücksfahrer wegen fahrlässiger Tötung verantworten musste. Das Gericht verurteilte den 41-Jährigen aus Nordhorn zu einer Geldstrafe von 4500 Euro (180 Tagessätzen zu 25 Euro). Das Gericht ging in seinem Urteil von einer groben Fahrlässigkeit des 41-Jährigen aus. Es wies aber auch darauf hin, dass kein Strafverfahren das schuldhafte Verhalten eines Verkehrsteilnehmers, durch das ein anderer Mensch zu Tode komme, auffangen könne. Der tragische Unfall hatte sich auf der Bundesstraße 70 gegen 14 Uhr in Höhe der Abzweigung des Averbecker Weges wie folgt ereignet: Der Angeklagte befuhr mit einem PKW die Bundesstraße von Heek kommend in Richtung Schöppingen. Vor ihm fuhr eine Fahrzeugkolonne. Er überholte einen Kastenwagen und LKW, scherte dann wieder zurück auf die rechte Fahrbahn und überholte einen weiteren LKW. Dabei kam ihm eine PKW-Fahrerin aus Richtung Schöppingen entgegen. Die Frau musste stark abbremsen, um einen Frontalzusammenstoß zu vermeiden. Sie geriet dabei mit ihrem Wagen auf den Grünstreifen, nach etwa 20 Metern wieder auf die Fahrbahn und schleuderte dann gegen den zweiten LKW. Trotz Vollbremsung konnte der LKW-Fahrer den Aufprall nicht mehr verhindern. Die 26-Jährige wurde in ihrem PKW eingeklemmt und so schwer verletzt, dass sie trotz der Reanimationsmaßnahmen am Unfallort verstarb. Der Angeklagte räumte den Vorwurf, durch Fahrlässigkeit den Tod eines Menschen schuldhaft verursacht zu haben, ein. Er habe sich in der Entfernung verschätzt. Die Frau kam aus einer entfernten Kurve. Er hatte den Eindruck, die Kurve einsehen zu können, tatsächlich war die Kurve aus seiner Position heraus aber nicht einsehbar, wurde in der Beweisaufnahme festgestellt. Erst nach einem Einwurf vom Rechtsanwalt des Nebenklägers fand der Angeklagte bedauernde Worte für den Unfall und seine schlimmen Folgen. ek

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