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So war das Zirkus-Projekt an der Halterner Silverberg-Schule

Zirkusträume werden auf dem Silverberg wahr

Haltern Am Wochenende haben sich 190 Schüler der Grundschule in Clowns, Akrobaten und Schwarzlichtkünstler verwandelt. Und ihr Publikum begeistert.

Zirkusträume werden auf dem Silverberg wahr

Clown aus „Bienchen, Bienchen gib mir Honig“. Foto: privat

Wo bleibt ihr denn? Wir wollen doch berühmt werden!“, rief das Clownmädchen allein in die weite Manege. Und schon stürmten Clownkollegen herein und sangen das Lied von Hering und Rollmops.

Ob das Wahrheits-Wässerchen oder die Kunststücke des unsichtbaren Flohs – die Clowns begeisterten mit ihren Sketchen. Doch auch die Akrobaten, die Fakire, die Schwarzlichtkünstler, Seilartisten und Zauberer überraschten das Publikum.

190 Schüler machten mit

Am Freitag und Samstag haben sich die Schülerinnen und Schüler der Silverberg-Schule in wahre Zirkusartisten verwandelt. Die 190 Schüler gaben in den Vorstellungen alles.

Die Schwarzlichtkünstler, nur sichtbar durch ihre bunten Schmetterlingsmasken, schickten mit leuchtenden Bändern Lichtblitze durch die dunkle Arena, ließen Ringe kreisen und „entzündeten“ am Ende ein optisches Flammenmeer. Die Zauberer verknoteten nur durch Zaubersprüche bunte Tücher, ließen Gegenstände verschwinden und wieder auftauchen, durchstießen sogar eine Box, in der ein Gefangener saß, mit 13 Säbeln, ohne dass dem Insassen ein Haar gekrümmt wurde.

„Es ist doch erstaunlich, was diese Kinder in nur sechs Stunden einstudiert haben und auf die Bühne bringen“, lobte Edgar Hedergott die Artisten am Ende der Vorstellung. Die Zuschauer pflichteten ihm mit stehenden Ovationen bei.

Edgar Hedergott ist Leiter der Freien Pädagogischen Initiative Unna e.V. und Vater der Zirkusprojektidee an Schulen. Zum vierten Mal gastierte sein Zirkusteam an der Silverbergschule. Und es war ein voller Erfolg.

Anna unterwegs in Oz

Ein Kontrastprogramm zu dem bunten, lauten und lustigen Treiben bildete die Rahmengeschichte: Die einsame Anna macht sich im Traum auf den Weg zum Zauberer von Oz. Unterwegs findet sie seltsame Freunde: einen Strohmann, der nicht mehr dumm sein will, einen Blechmann, der nicht mehr herzlos sein will, und einen Löwen, der nicht mehr mutlos sein will. Durch ihre gemeinsame Reise aber haben sie bereits Verstand, Herz und Mut bewiesen. Und vor allen Dingen den Wert der Freundschaft kennengelernt.

Für Schulleiterin Veronika Beher ist auch das Zirkusprojekt ein Traum, in dem Wünsche wahr werden: „Es ist toll zu erleben, wie manche Kinder in dieser Woche aus sich herausgehen und ihre Rolle finden.“

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