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Wenn das Schule macht

Der Gesetzgeber räumt den Schulen ein hohes Maß an Eigenständigkeit ein. Das kann weitreichende Folgen haben, wie das Beispiel der Joseph-Hennewig-Schule zeigt. Einstimmig hat sich die Schulkonferenz gegen die Einführung der Ganztagsschule ausgesprochen. Als Schulträger kann die Stadt dennoch einen Antrag stellen, aber der ist ohne jede Chance.

Viele Eltern, deren Kinder künftig die Hauptschule besuchen sollen, sind darüber mindestens enttäuscht. Einfluss hatten sie nicht, denn sie haben in der Schulkonferenz keine Stimme. Dort sitzen Schüler- und Elternvertreter sowie Lehrer, die mit der Wahl des Schulmodells - so viel Ehrlichkeit muss sein - auch über ihre tägliche Arbeitszeit entscheiden.

Das Engagement des Kollegiums soll hier nicht in Frage gestellt werden. Seit langem wird an der Hauptschule nachmittags unterrichtet. Begünstig durch das Wohlwollen des Schulrates, der der Schule drei zusätzliche Stellen bewilligt hat. Aber dieser Schulrat geht in einem halben Jahr in den Ruhestand. Als Ganztagsschule wäre die personelle Ausstattung und damit die Qualität des Unterrichts langfristig gesichert. Und: Unterricht muss ohnehin am Nachmittag stattfinden. Angesichts der geänderten Stundentafel wird vielerorts sogar über Samstagsunterricht nachgedacht.

Der Beschluss der Schulkonferenz für ein kostenpflichtiges 13plus-Angebot könnte dazu führen, dass viele Eltern Alternativen an benachbarten Gesamtschulen suchen. Das kann der Stadt Haltern nicht gefallen, aber sie muss tatenlos zusehen. Schulen gehören zum Infrastrukturangebot einer Stadt. Entscheidende Weichenstellungen müssen deshalb unter Einbeziehung der Politik im Rathaus beschlossen werden und nicht in den Selbstverwaltungsorganen der Schule.

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