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Unbeschwerte Begegnung

Halterner Gymnasiasten erhielten Besuch von Partnerschülern aus Durag

Für eine Woche besuchten 17 Mädchen und zwei Jungen der Partnerschule Gimnazjum w. Duragu in Masuren Halterner Gymnasiasten und ihre Familien. So viele Schüler wollten diesmal einen polnischen Gast aufnehmen, dass über den Aufenthalt ausgelost werden musste. Die Saat, die der Halterner Adolf Nowinski legte, indem er seine alte Heimat Ostróda besuchte und Kontakte knüpfte, trägt weitere Früchte. Letztendlich kam auch die Partnerschaft zwischen den Schulen durch seine Initiative zustande. Schon häufig hat es mittlerweile Begegnungen zwischen Jugendlichen aus dem kleinen Dorf Durag bei Ostróda gegeben. Das deutsch-polnische Jugendwerk macht das Zusammentreffen durch finanzielle Unterstützung für die Polen erst möglich.Drei Tage weilten sie in deutschen Familien, danach stand noch ein erlebnispädagogisches Programm auf dem Annaberg an. Diesmal wurden sie von Lehrer Norbert Becker und zwei Dolmetschern betreut, die selbst noch das Joseph-König-Gymnasium besuchen. Claudia Czarnik und Mattheus Tomczak aus der 12. Klasse sind ein Glücksfall für den Schüleraustausch, denn die gastgebenden Halterner sprechen kein Polnisch und die polnischen Gäste kein Deutsch und nur wenig Englisch. Erstmals wurde in den vergangenen Tagen sogar richtig «Multi-Kulti» groß geschrieben, denn die Ehefrau eines Realschullehrers, eine Afrikanerin, übte mit den Schülern Tänze aus dem Schwarzen Kontinent ein. «Das ist super angekommen. Außerdem sind wir immer froh, wenn wir Projekte finden, bei denen man nicht unbedingt sprechen muss», verriet Norbert Becker. Dass Verständigung auch jenseits von Sprachbarrieren möglich ist, bewiesen die Schüler beim gemeinsamen Bewegen eines großen Dreiecks aus Holz: Mit viel Gekicher und noch mehr Muskelkraft zogen Halterner und polnische Jugendliche an einem Strang. Silvia Wiethoff

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