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Kirmesplatz war übersät mit Glasscherben

Haltern Der Zustand der Kirmeswiese am Lippspieker passt so gar nicht zu dem Bild, das Bettina Seifert aus Hamm-Bossendorf von einer sauberen Kleinstadt hat. Bei einem Besuch am Sonntagmorgen habe sie festgestellt, dass die gesamte Kirmeswiese mit Glasscherben übersät war. Vielfach hätten die Glasböden direkt mit der Spitze nach oben gelegen. Überall, auch am Kinderkarussell, seien leere Sekt- und Weinflaschen verstreut gewesen. Unterführung verdreckt «Ein Grund sich zu schämen», meint Bettina Seifert, die mit ihrem Besuch aus Moers zur Kirmes gegangen war. Auch die Fußgängerunterführung zwischen Innenstadt und Lippspieker sei völlig verdreckt gewesen. Die vor fünf Jahren aus Essen zugezogene Mutter von zwei Kindern (4 und 5) wundert sich darüber, dass im Festzelt Bier in Gläsern ausgeschenkt wird - und das auch offensichtlich ohne ausreichend hohes Pfand. «Wer letztendlich dafür verantwortlich ist, weiß ich nicht», schreibt Bettina Seifert dem Bürgermeister. Stadt und Schützenverein sollten daran interessiert sein, so etwas in Zukunft zu verhindern. Bürgermeister Bodo Klimpel bestätigte dies gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten tue die Stadt alles, um sich stets sauber und ordentlich zu präsentieren. Im vorliegenden Fall sei die Stadt aber nur als Vermieter aufgetreten. Der gesamte Platz werde der Schützengilde zur Verfügung gestellt, die im Gegenzug für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen habe. Nach Auskunft von Gildepräsident Axel Schmäing (Foto) ist der beklagte Zustand das Ergebnis einer Panne. Seit Jahren sei mit dem Festwirt vereinbart, dass auf dem Außengelände nur Bier in Plastikbechern verkauft wird. Dies sei leider am Freitag und Samstag vergessen worden. Den Schützen selbst sei dies aber beim Verlassen des Festzeltes am Sonntagmorgen aufgefallen. Der noch in der Nacht benachrichtigte Festwirt habe dann für Sonntag die Ausgabe von Plastikbechern veranlasst. Schmäing bittet, «diese Panne zu entschuldigen». thl

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