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Fünf Jahre Haft für Halterner

Haltern/Essen Es waren zwei bürgerliche Existenzen, die aufgrund wirtschaftlicher Notlagen auf die schiefe Bahn gerieten und sich gestern wegen Rauschgifthandels vor dem Landgericht Essen verantworten mussten. Ein 41-jähriger Halterner, der inzwischen in Gelsenkirchen lebt, wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt. Gegen den 44-jährigen Mitangeklagten aus Dortmund verhängte das Gericht zweieinhalb Jahre Freiheitsstrafe.

Der 41-Jährige hatte sich in 56 Fällen des Handels mit Betäubungsmitteln schuldig gemacht. Er arbeitete in der Firma seiner Frau und versuchte, über einige Jahre hinweg zu retten, was noch zu retten war. Denn ein ehemaliger Teilhaber hatte die Firma an den Abgrund geführt.

Eine neue Einnahmequelle entdeckte der 41-Jährige, als ihn ein Bekannter aus Haltern fragte, ob er nicht Marihuana besorgen könne. "Er sagte, er könne wöchentlich zwei bis drei Kilo gebrauchen", legte der Angeklagte ein Geständnis ab. Er besorgte sich aus verschiedenen Quellen Marihuana und Haschisch, meist zwischen zwei und vier Kilo. Von Dezember 2005 bis Juni 2007 verkaufte er 136 Kilo im Wert von rund 500 000 Euro. Auch mit dem Mitangeklagten machte er Rauschgiftgeschäfte.

"Das Drogengeld wollte ich nicht in die Firma stecken, sondern mit meiner Frau davon leben. Sie hat von der ganzen Sache nichts gemerkt", erklärte der Angeklagte. "Ich bereue die Taten wie nichts anderes in meinem Leben." Auch dem Mitangeklagten, der früher einen Weinhandel führte und in der Gastronomie tätig war, haben drei Monate Untersuchungshaft gehörig zugesetzt. Nach kurzer Haftpause müssen beide nun ihre Strafen absitzen. mari

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