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Frau ertrinkt im Stausee

Haltern Aus unbekannter Ursache brach am Samstag auf der "Möwe" ein Brand aus. Rettungsmaßnahmen der örtlichen Hilfstruppen waren bei 29 Passagieren des Stauseeschiffes mit unterschiedlichen Verletzungsgraden erfolgreich. Eine Frau erreichte nach dem Sprung ins Wasser das Ufer nicht mehr. Sie ist tot.

Das Schiff brennt

Rauch entweicht dem unteren Fahrgastraum. Es ist totenstill. Eigentlich. Wären da nicht die deutlichen Funkrufe, mit denen sich rund 160 Einsatzkräfte der DLRG und der Freiwilligen Feuerwehr Haltern miteinander verständigen.

Innerhalb kürzester Zeit hat der Ruf um 30 in Not geratene Passagiere die Einsatztruppen auf den Plan gerufen. Fünf Rettungsboote sind im Einsatz. Einsatzleiter Bernhard Windmöller gibt Kommandos. Die Möwe ist manövrierunfähig, die Maschine ausgefallen. Eile ist geboten, denn der Wind treibt das Schiff auf die Insel zu. Schleppversuche wären erfolglos. Während sich Feuerwehr und Rettungsschwimmer dem Schiff nähern, wird in der Seestadthalle ein Behandlungsplatz eingerichtet. Die Helfer rechnen mit mehreren schwer verletzten Personen. Der Malteser Hilfsdienst steht bereit.

Die Feuerwehrleute sind die ersten, die mit Rauchmasken und Feuerlöschern ausgestattet an Bord gehen. Ihnen bietet sich ein Anblick des Schreckens. Überall liegen verletzte Personen. Die Rettungsschwimmer übernehmen die Erstversorgung, nachdem der Brand bekämpft ist. Kopfverletzungen, Schürf- und Schnittwunden, Unterkühlungen, Knochenbrüche - die Verletzten stehen unter Schock, wimmern, jammern, rufen um Hilfe. Im Brandrauch arbeiten sich die Helfer vor, erreichen das Deck des Schiffes.

Unter Schock

Starke Nerven und Ruhe bewahren heißt es für die Männer und Frauen der DLRG. Menschen unter Schock werfen sich ihnen in den Weg, behindern die Arbeit, halten sie an ihren Jacken fest. Eine junge Frau hat ihre Hand verloren. Ein junger Mann vermisst seine Freundin, die mit zwei weiteren Passagieren schwimmend das Ufer erreichen wollte. Taucher finden die Tote. Die Nachricht löst Panik aus. Zum Glück ist alles nur eine Übung zur Leistungsüberprüfung der Wasserrettungs- und Katastrophenschutzeinheiten der DLRG - alle "Verletzten" sind zum Schluss wieder putzmunter. ela

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