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Extra-Gebühr für Regenwasser

Neue Kalkulation soll mehr Gebührengerechtigkeit herstellen

Haltern Die Bewohner von Mietwohnungen werden künftig weniger Abwassergebühren bezahlen. Für Gewerbebetriebe mit großen versiegelten Flächen wird es teurer. Zum 1.1.2008 führt der Eigenbetrieb Stadtentwässerung eine neue Berechnungsgrundlage für das Abwasser ein. Zurzeit werden die Kosten nur nach dem Frischwasserverbrauch berechnet: 2,61 Euro pro Kubikmeter. Davon profitiert zum Beispiel ein großer Supermarkt, über dessen Parkplatz viel Regenwasser in die Kanalisation fließt. «Die Einrichtungen, die wir dafür vorhalten müssen, sind teuer», erklärt Ludwig Klose, Technischer Leiter des Eigenbetriebes. Bezahlen müssen dies alle Gebührenzahler. Verbraucher in anderen Städten haben gegen diese Praxis bereits geklagt und vor dem Oberverwaltungsgericht gewonnen. Die Stadt Haltern will es erst gar nicht auf einen Prozess ankommen lassen. Deshalb hat der Rat bereits ein neues Gebührensystem beschlossen. Künftig gibt es zwei Abwassergebühren - eine für Regenwasser, eine für Schmutzwasser. Entscheidend für die Höhe der «Regenwassergebühr» ist die Größe der versiegelten Flächen auf einem Grundstück. Um diese zu ermitteln, hat die Stadt ein Ingenieurbüro beauftragt. Dieses hat die ganz Stadt überfliegen lassen. Die Auswertung der Daten liefert Erkenntnisse über die versiegelten Flächen auf jedem einzelnen Grundstück in Haltern. Einen entsprechenden Kartenausschnitt bekommt im Juli jeder Grundstückseigentümer zugeschickt. Dazu ein Datenblatt, das er ausfüllen muss. Diese Angaben dienen zur Kalkulation der neuen Gebührenordnung. Nach den Erfahrungen aus anderen Städten schätzt Christian Hovenjürgen, Kaufmännischer Leiter des Eigenbetriebes, dass die Schmutzwassergebühr um etwa ein Drittel sinken könnte. Wer dann eine kleine versiegelte Fläche habe, etwa die Bewohner von Mietwohnungen, werde insgesamt weniger zahlen. thl Die Umstellung wird inklusive der Kosten für die Überfliegung und das Ingenieurbüro rund 250 000 Euro kosten. Dieser Betrag wird über zehn Jahre abgeschrieben, so dass die Auswirkungen auf die Gebühr gering sind.

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