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Eine schöne Bescherung

Haltern Der eine hat "noch ne Menge Stifte", der andere ein Radiergummi, Marlene bunte Pixi-Bücher - alle wollen den Kindern im polnischen Dorf Kraplau zu Weihnachten etwas schenken.

"Vielleicht hättet Ihr auch noch einen Adventskalender mit Schokolade übrig?", ermunterte Pfarrer Jan Reichelt, der gestern den Anne-Frank-Kindergarten besuchte, die Jungen und Mädchen der Sonne-, Mond- und Sterne-Gruppen. Die Kinder in Polen, verriet er, essen nämlich auch gern Süßigkeiten. Und weil sie sich auf Weihnachtsüberraschungen aus Deutschland ganz besonders freuen, packt der Anne-Frank-Kindergarten während des Lichterfestes am 7. November zum sechsten Mal Geschenke ein und schickt sie auf die Reise nach Kraplau, der Partnergemeinde der evangelischen Kirche.

Damit den Kindern aus Haltern das Leben ihrer Altersgenossen in Kraplau etwas vertraut wird, kam Pfarrer Jan Reichelt gestern Morgen in die Einrichtung an der Heinrich-Rumpf-Straße. "Die Kinder sind eingeladen zu teilen. Um das aus vollem Herzen tun zu können, müssen sie wissen, worum es geht", erklärten die Erzieherinnen Anna Eirich und Susanne Froböse den Hintergrund dieser Visite.

In der kleinen Turnhalle bildeten die Ältesten des Kindergartens mit dem 61-Jährigen sowie seinem Begleiter und "Herbergsvater" Adolf Nowinski einen Stuhlkreis, hörten ihm zu, berieten mit ihm über die Auswahl der Gaben, stellten ihm Fragen.

Viele Arbeitslose

Kraplau ist eine kleine Gemeinde im Kreis Ostróda mit nur 200 Einwohnern. Früher war sie ein Gut, zuletzt bewohnt von Familie Wien, die mit Wilhelm Wien einen Nobelpreisträger für Physik (1911) in der Ahnenreihe hat. Die Gemeinde lebt im Sommer vom Tourismus, ansonsten hauptsächlich von der Landwirtschaft. "Aber die Arbeitslosenqoute ist hoch", sagt Jan Reichelt. Eltern können ihren Kindern oft keine Geschenke zu Weihnachten kaufen. Deshalb sind alle gespannt auf die Päckchen aus Haltern. Bedacht werden neben den 60 Kraplauer Kindern auch die aus einem benachbarten Obdachlosenzentrum. esc

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