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Ein Streiter für soziale Gerechtigkeit

Haltern Die älteste Bürgerin Halterns, Emma Kalinowski, ist tot. Sie verstarb, wie erst jetzt bekannt wurde, am 23. Mai im Alter von 107 Jahren.

Die letzten Jahre verbrachte sie im Altenwohnheim St. Anna auf dem Annaberg. Gebürtig stammte Emma Kalinowski aus Farinen in Ostpreußen, 1905 zog sie nach Bochum, 1921 heiratete sie und bekam zwei Töchter. 1947 wurde schließlich Haltern die Heimat von Emma Kalinowski. Die Trauerfeier findet am heutigen Mittwoch, 13. Juni, um 14 Uhr in der evangelischen Friedhofskapelle an der Holtwicker Straße statt. Anschließend erfolgt die Beisetzung. Geschäftsführer Im Alter von 63 Jahren starb am letzten Sonntag, 10. Juni, Josef Kloppenborg (Foto), ehemaliger Geschäftsführer der Heimvolkshochschule Gottfried Könzgen, nach schwerer Krankheit. Die halbe Zeit seines Lebens hatte Josef Kloppenborg darauf verwendet, das Haus auf dem Annaberg zu einem unverzichtbaren Stützpunkt aller Aktiven von KAB und CAJ im Bistum Münster zu entwickeln. 36 Jahre war er Geschäftsführer des Könzgenhauses sowie Fachreferent für Arbeits- und Sozialrecht und Sozialpolitik. Mehrer Umbauten fielen in seine Wirkungszeit und der Mitarbeiterstamm wuchs von sieben auf 40 Personen an. Als Josef Kloppenborg 1970 zum Annaberg kam, verzeichnete die Heimvolkshochschule rund 15 000 Übernachtungen jährlich bei einer Auslastung von etwa 70 Prozent. Zu dieser Zeit war das Könzgenheim ausschließlich ein Haus der KAB. Heute registriert es 35 Prozent Fremdbelegung, Tendenz steigend. Begnadeter Pädagoge Josef Kloppenborg war nicht nur in Haltern aktiv, er führte nach der Wende auch verschiedene Bürgerbüros in den neuen Bundesländern. Sein Engagement für die KAB und letztlich soziale Gerechtigkeit reichte bis zur Bundesebene. Maßgeblich war er an der Erarbeitung des KAB-Rentenmodells beteiligt. Bundesvorsitzender Georg Hupfauer nannte Josef Kloppenborg bei der Abschiedsfeier im März 2006 einen «Vordenker und Vorkämpfer». Weihbischof Josef Voß würdige das Lebenswerk mit der Verleihung der Paulusplakette, der höchsten Auszeichnung des Bistums. Elisabeth Bußmann, Leiterin des Könzgenhauses, würdigte Josef Kloppenberg als einen «begnadeten Pädgagogen und Satzungsexperten der KAB auf Bundesebene». Josef Kloppenborg wird am kommenden Freitag, 15. Juni, zu Grabe getragen. Das Seelenamt ist um 14.30 Uhr in St. Laurentius. esc

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