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Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Banküberfall in Haltern soll vorgetäuscht worden sein

Flaesheim Ein Jahr lang war der mutmaßliche Räuber des Überfalls auf die Volksbank Flaesheim in Haltern unbekannt. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben: gegen einen Bankangestellten.

Banküberfall in Haltern soll vorgetäuscht worden sein

Nach dem mutmaßlichen Überfall auf die Volksbank ermittelte die Spurensicherung in der Filiale. Foto: Foto: Jürgen Wolter

Das mutmaßliche Opfer des Überfalls auf die Volksbank Flaesheim im vergangenen Februar könnte nicht das Opfer, sondern möglicherweise ein Mittäter in dem Coup sein. Das teilte die Staatsanwaltschaft Essen nun auf Nachfrage mit. „Unsere Ermittlungen haben ergeben, dass dieser Überfall nur vorgetäuscht war“, sagt Oberstaatsanwältin Anette Milk von der Staatsanwaltschaft Essen auf Nachfrage. Der Beschuldigte bestreitet die Vorwürfe gegenüber unserer Zeitung.

Vorwurf der schwere Untreuen gegen Angestellten

Der mittlerweile beurlaubte Bankmitarbeiter aus einer Nachbarstadt Halterns steht im Verdacht, gemeinsam mit zwei Bekannten, dem bis dahin mutmaßlichen „Räuber“ und einer weiteren Person, hinter dem Raubüberfall zu stecken. Deshalb hat die Staatsanwaltschaft vor wenigen Wochen Anklage vor dem Landgericht Essen erhoben.

Dem Mitarbeiter der Flaesheimer Bank droht nun ein Verfahren wegen Untreue in einem besonders schweren Fall. Das Strafmaß könnte im Falle einer Verurteilung zwischen 6 Monaten und 10 Jahren Haft liegen. Die zwei Bekannten des Bankmitarbeiters klagte die Staatsanwaltschaft wegen Beihilfe zur Untreue an.

Nach dem Überfall hatte der Mitarbeiter der Bank der Polizei gesagt, dass er morgens beim Aufschließen der Filiale von einem Unbekannten überfallen worden war, der bereits im Vorraum auf ihn gewartet habe. „Unter Androhung von Gewalt erzwang er den Zutritt zum Kassenbereich“, sagte die Polizei damals. Der vermeintliche Räuber habe daraufhin eine schwarze Ledertasche mit Geld vollgestopft und sei geflüchtet.

Wie hoch die erbeutete Summe damals war, dazu machte die Staatsanwaltschaft Essen keine weiteren Angaben – „aus Gründen der allgemeinen Sicherheit der Bank“. Nur so viel: „Etwa die Hälfte davon konnte aber sichergestellt werden“, sagt Oberstaatsanwältin Anette Milk.

Beschuldigter wehrt sich gegen die Vorwürfe

Der beschuldigte Bankmitarbeiter teilte unserer Zeitung auf Nachfrage mit, dass die erhobenen Vorwürfe gegen seine Person haltlos seien: „Sie berufen sich meines Wissens auf die Angaben des Hauptverdächtigen, der sich durch die Beschuldigung meiner Person eine juristisch günstigere Position erhofft.“

Die Halterner Volksbank teilte zu dem vermeintlichen Überfall auf Nachfrage mit: „Wir äußern uns nicht zu einem schwebenden Verfahren, bis zum Urteil gilt die Unschuldsvermutung. Der Mitarbeiter ist aktuell beurlaubt.“

Wann der Prozess gegen die drei Tatverdächtigen beginnen könnte, ist noch unklar, weil die Kammer am Landgericht Essen das Hauptverfahren noch nicht eröffnet habe, teilte die Staatsanwaltschaft Essen mit.

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