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Wirtschaft feiert die gute Stimmung

DORTMUND Die IHK-Region ist auf einem guten Weg, befindet sich „auf der Sonnenseite“. Dieses positive Fazit zog Montag IHK-Präsident Udo Dolezych beim traditionellen Jahresempfang vor ca. 700 Gästen. Gut gelaunt ließen die letzten Gäste den Fest-Abend erst weit nach Mitternacht ausklingen.

Wirtschaft feiert die gute Stimmung

IHK-Hauptgeschäftsführer Reinhard Schulz (l.) begrüßt den ehemaligen Präsidenten Winfried Materna. Dahinter der heutige IHK-Präsident Udo Dolezych.

Eine repräsentative IHK-Blitzumfrage bei den Unternehmen belege die positive Stimmung, so Dolezych. Mehr als 90% der Befragten beurteilen ihre gegenwärtige Lage mit gut oder befriedigend. Weit mehr als die Hälfte der Unternehmen geht davon aus, dass es so bleibt, und ein Viertel rechnet sogar mit einer weiteren Verbesserung. IHK-Präsident Udo Dolezych zeigte sich überzeugt, dass dieser positive Trend die Wirtschaft weiter beflügeln werde. Einen weiteren Grund für den Optimismus sieht er in den derzeitig glänzenden wirtschaftlichen Rahmendaten. Er warnte davor, durch düstere Prophezeiungen das positive Klima zu zerreden. „Gute Stimmung ist einer der wichtigsten Erfolgs-Parameter für die Wirtschaft, schlechte Stimmung lässt auch die hoffnungsvollsten Wachstumspflänzchen verkümmern.“

"Einmischen in die Politik"

  Noch mehr Einfluss auf die Politik zu nehmen, fordern die Unternehmen von der IHK. Fast 40% der Befragten erwarten ein vermehrtes „Einmischen“ in die Kommunal- und Regionalpolitik. Diesem Wunsch kam der IHK-Präsident gleich nach. So forderte er eine klare Positionierung der Politik zum Dortmund Airport. „Wenn ich mit Investoren aus dem Ausland rede, wissen Sie, was dann eine der ersten Fragen ist: Wo ist der nächste Flughafen?“ Darüber hinaus sollten die „unsachlichen Diskussionen“ um Feinstäube und die damit verbundenen Umweltzonen beendet werden. Es würde häufig so getan, als würde alles schlimmer. Tatsache sei, dass die Staubgesamtemission in Dortmund von 1990 mit 3724 t pro Jahr auf heute 557 t gesunken seien.

Energiestandort westfälisches Ruhrgebiet

Eine Lanze brach Dolezych für den Energiestandort „Westfälisches Ruhrgebiet“. „Das jüngste Gemeinschaftskraftwerk Trianel in Hamm ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Die Planung für ein Steinkohlekraftwerk ein zweiter. Auch der Neubau eines 750-Megawatt-Kohlekraftwerkes im Lünener Stummhafen darf nicht gefährdet werden.“ Wie gut die Region aufgestellt ist, bewiesen bei der Umfrage die Antworten auf die Fragen nach ihren Stärken. Gleich dreimal würden hier unter den ersten vier Faktoren die Menschen genannt. Hier stimmten die Mentalität, die Qualifikation und auch die Bevölkerungsdichte. Diese Einschätzung kommentierte der IHK-Präsident mit dem Satz „Die Menschen bei uns im westfälischen Ruhrgebiet sind unser bestes Kapital!“

Nachsitzen beim Wissenstransfer

Nachholbedarf sieht Dolezych noch beim Transfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Nur 30% der befragten Unternehmen haben bisher Kontakt zu einer Hochschule oder sonstigen wissenschaftlichen Einrichtung gesucht. Hier werde die IHK in ihrer Arbeit ansetzen, um noch bestehende Hürden beiseite zu räumen. Der Präsident schloss seine Rede mit einer positiven Nachricht: Die IHK-Vollversammlung habe beschlossen, im zweiten Jahr in Folge den Umlagesatz bei den Beiträgen zu senken – ohne Einschränkung der Leistungen..

    

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