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Wieder am Netz

Dorstfeld Der Anruf von Isabelle Goronz gestern in der Stadtteil-Redaktion klang wie eine Erlösung: «Wir können endlich wieder telefonieren.»

Wir, das ist die Firma Unipack GmbH, die mit anderen seit Montagmittag vom Telefonnetz abgeschnitten war. Insgesamt 200 Anschlüsse in der Walter-Welp-Straße - so die Schätzung der Deutschen Telekom - waren «tot», weil, wie berichtet, Wasser eine Verbindungsmuffe an einem Telekom-Kabel in der Höfkerstraße überschwemmt und für Kurzschlüsse gesorgt hatte.

Gestern Vormittag konnten die Teilnehmer aber wieder von ihren Dienstapparaten telefonieren. Jetzt beginnt das große Erklären. Isabelle Goronz, bei der Firma Unipack für technische Angelegenheiten zuständig: «Wir müssen unseren Kunden jetzt natürlich darlegen, was überhaupt los war.» Liefertermine verzögern sich, Bestellungen kommen verzögert. Folgen der massiven Telefonstörungen.

Ding der Unmöglichkeit

Joachim Bauszus, Chef der Firma Verpackungen Bauszus GmbH, drückt es drastischer aus: «Es ging in der Walter-Welp-Straße um insgesamt rund 150 Arbeitsplätze.» Seine Kritik richtet sich nach wie vor an die Telekom: «Dass die es nicht geschafft haben, innerhalb von 24 Stunden zu helfen, ist ein Ding der Unmöglichkeit.»

In der Tat trägt allein der Versuch von Isabelle Goronz, seit Montagmittag Hilfe von der Telekom zu bekommen, Züge der Odyssee. Denn die Telekom, die mit Kommunikation Geld verdient, erwies sich als Unternehmen, mit dem Kommunikation schwierig erscheint.

Isabelle Goronz telefonierte - notgedrungen per Handy versteht sich - mit verschiedenen Stellen bei der Deutschen Telekom, deren Bezeichnungen eigentlich Hilfe versprechen: «Weil wir Kunden der Telekom-Tochter T-Systems sind, habe ich die Störungsstelle bei T-Systems angerufen. Dann habe ich es bei der Kundenhotline versucht. Alles vergeblich. Teilweise war ich bis zu einer halben Stunde in einer Warteschleife. Und als ich dann jemanden dran hatte, habe ich wieder andere Telefonnummern bekommen, bei denen ich anrufen sollte.» Ihre Anrufe hätten sie sogar zu Mitarbeitern der Telekom in Frankfurt, dann aber auch wieder in Dortmund geführt.

Umstände, die Telekom-Pressesprecher Udo Wendlandt nicht recht sind: «Dass wir nicht innerhalb von 24 Stunden eine Lösung für die Probleme gefunden haben, dafür entschuldige ich mich.» Seinen Hinweis, dass streikbedingter Personalmangel für das Hin-und-Her der Telefonate geführt habe, kann Isabelle Goronz verstehen: «Die, mit denen ich gesprochen habe, haben sich ja bemüht. Aber dass niemand zuständig war, kann ja wohl nicht Sinn der Sache sein.» Bre

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