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Wenn Wald wächst

Dortmunds Wald wächst. 10,5 Prozent der Stadtfläche ist von Wald bedeckt und damit 6,7 Prozent mehr als 1997. Der Anteil der landwirtschaftlichen Fläche ist dagegen in den vergangenen zehn Jahren von 30,8 auf 28 Prozent gesunken, der Anteil der Verkehrsflächen von 14,6 auf 15,3 Prozent gestiegen.

Diese Werte liefert die neueste Flächenstatistik des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik (LDS), das dazu die Angaben der städtischen Katasterämter verarbeitet hat. Vergleichbar sind die Daten für die einzelnen Städte allerdings nur bedingt. Denn die Zuordnung der Flächen zu einzelnen Kategorien sind in den einzelnen Städten höchst unterschiedlich. So kommt Dortmund bei den Erholungsflächen in der LDS-Statistik nur auf einen Anteil von 4 Prozent, Essen und Köln dagegen auf 11 bzw. 10,3 Prozent.

Das Problem: «In einigen Städten werden beispielsweise Kleingarten-Anlagen zu den Erholungsflächen gerechnet, bei uns in Dortmund ebenso wie die größeren Hausgärten zu den landwirtschaftlichen Flächen», erklärt Ulf Meyer-Dietrich vom städtischen Katasteramt. Immerhin 8 Mio. Quadratmeter macht dieser Unterschied im Dortmunder Fall aus.

Eine andere Tücke der Landes-Statistik: Gewerblich genutzte Gebäude wie Fabriken fallen in die Kategorie «Gebäude- und Freiflächen», die in Dortmund 37 Prozent des Stadtgebiets ausmachen (1997: 35,4), Gewerbeflächen ohne Gebäude wie Lagerplätze oder Halden aber unter Betriebsflächen - in Dortmund 1,8 Prozent (1997: 2,3).

Eine wirkliche Unterscheidung zwischen bebauten Flächen und Grün- bzw. Freiraum ist deshalb mit den LDS-Daten nicht möglich - zumal gerade weite Teile großer Industrieareale wie der Westfalenhütte oder Phoenix-West einen hohen ökologischen Wert haben. Eine Antwort, ob Dortmund denn aktuell mehr oder weniger als 50 Prozent Grün bietet, ist damit nicht möglich. Immerhin: Rechnet man die Zahlen zusammen, die eindeutig der grünen Seite zuzuordnen sind, kommt man auf einen Anteil von 45 Prozent.

Mit dem nicht näher bestimmten unbebauten Anteil der Kategorie «Gebäude- und Freiflächen» dürfte Dortmund aber in jedem Falle über 50 Prozent Grünflächen liegen, schätzt auch Meyer-Dietrich. Mit Blick auf die wirklichen Erholungsflächen, zu denen sicherlich auch die Wälder und Teile der Landwirtschaftsflächen zu rechnen sind, «können sich die Dortmunder eigentlich nicht beschweren», glaubt der Kataster-Experte. Oli

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