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Zwei Möchtegernrennfahrer gehen nun zu Fuß

Wieder illegales Autorennen auf dem Wall

Dortmund und Hagen haben zwei Fußgänger mehr zu verzeichnen: Nach dem Verdacht eines illegalen Autorennens auf dem Dortmunder Wall in der Nacht zu Sonntag wurde beiden Fahrern die Weiterfahrt untersagt.

Dortmund

03.06.2018
Zwei Möchtegernrennfahrer gehen nun zu Fuß

Symbolbild Polizei © Jochen Tack / Polizei

Aufmerksam wurden Polizeibeamte auf die Rennfahrer auf dem Wall am Sonntag um 2.10 Uhr Nachts. An der Ampel Hoher Wall / Luisenstraße beobachteten die Polizeibeamten aus kurzer Distanz die Absprachen der Fahrer mittels Handzeichen durch die geöffneten Fensterscheiben beider Wagen.

Kurz darauf heulten die Motoren auf. Zwischengasgeräusche und Fehlzündungen der Motoren waren zu vernehmen. Bei Grün rasten die beiden Mercedesfahrer auf dem linken und mittleren Fahrstreifen los und hielten erst wieder an der nächsten roten Ampel Hiltropwall / Hohe Straße.

Lautes Motorenaufheulen, dann Gas bei Grün

Dort das gleiche Spiel: Lautes Motorenaufheulen, Gas bei Grün und mit hoher Geschwindigkeit bis zur nächsten roten Ampel am Südwall / Elisabethstraße. Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer: Fehlanzeige. Dieses Vorgehen wiederholte sich.

Das Rennen fand für den 21-jährigen Dortmunder in seinem Mercedes ein jähes Ende nach der Ampel am Südwall / Ruhrallee. Er hielt sein Auto umgehend an, als die Beamten Blaulicht und Martinshorn einschalteten und ihn zum Anhalten aufforderten.

Beide Fahrer erstaunt bis uneinsichtig

Der 32-jährige Mercedes Fahrer aus Hagen reduzierte hingegen seine Geschwindigkeit nicht. In der Nacheile mussten die Polizeibeamten nahezu 90 km/h fahren, um ihn nicht aus den Augen zu verlieren. Er konnte schließlich erst am Ostwall 2 auf der dortigen Nebenfahrbahn angehalten werden.

Auf Vorhalt, ein illegales Rennen gefahren zu sein, zeigten sich beide erstaunt bis uneinsichtig. Schließlich würde man sich nahezu immer an die erlaubten Geschwindigkeiten halten und nie viel Gas geben. Auch die vier Mitfahrer des 21-Jährigen verschätzten sich in ihren Beteuerungen, nicht schneller als etwa 55 km/h gefahren zu sein.

Polizei hat Videos der Beweissicherungskamera

Was weder die Möchtegernrennfahrer noch die Mitfahrer ahnen konnten: Die Polizeibeamten hatten von dem "nicht stattgefundenen Rennen" Bildmaterial in Form von Videos mittels der Beweissicherungskamera gefertigt.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft sollten die Führerscheine sichergestellt werden. Der 32-Jährige zeigte sich uneinsichtig, so dass sein Führerschein beschlagnahmt wurde. Der Dortmunder gab an, seinen Führerschein verloren zu haben. Dies ist unter anderem Gegenstand der Ermittlungen. Das Auto habe er mit mehreren Personen für mehrere Wochen geliehen.

Beiden Fahrern wurde die Weiterfahrt untersagt. Die Ermittlungen dauern an.

Der Tod ist schneller als du denkst – ein fiktiver Text für Raser, die das Unfallrisiko ausblenden und nicht nur das eigene Leben aufs Spiel setzen, sondern bei einem Crash auch den Tod ihrer Beifahrer und anderer Verkehrsteilnehmer verantworten müssen.