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Matthias Ginter wird von schlimmen Erinnerungen überwältigt

BVB-Anschlag: Matthias Ginter sagt aus

Fußballprofi Matthias Ginter bricht bei seiner Zeugenaussage im Prozess um den BVB-Anschlag in Tränen aus. Der 24-Jährige hatte bereits als Nationalspieler die Terrorattacken von Paris umittelbar miterlebt. Die Erlebnisse haben den ehemaligen BVB-Spieler mitgenommen.

Dortmund

von Martin von Braunschweig

, 18.04.2018
Matthias Ginter wird von schlimmen Erinnerungen überwältigt

Matthias Ginter hat am Mittwoch vor dem Landgericht ausgesagt. © dpa

Fußballprofi Matthias Ginter ist bei seiner Zeugenvernehmung vor dem Landgericht in Tränen ausgebrochen. Mit stockender Stimme erinnerte sich der frühere Verteidiger von Borussia Dortmund an die schrecklichen Ereignisse des 11. April 2017. An den Tag, als der Angeklagte Sergej W. bei der Abfahrt des BVB-Mannschaftsbusses drei Splitterbomben zündete und Angst und Schrecken verbreitete.

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„Es gab einen lauten Knall. Da war Nebel und so ein komischer Geruch“, sagte Ginter, ehe ihm erstmals die Tränen in die Augen schossen. Der heute 24-Jährige hatte bereits als Nationalspieler die Terrorattacken von Paris unmittelbar miterlebt. Der zweite Schockmoment hatte ihn schließlich richtig mitgenommen.

Lebensgefährtin sagt aus

Zeitweise habe er sogar darüber nachgedacht, seine Karriere zu beendet, erklärte Ginter den Richtern. „Ich stehe bei so vielen Großereignissen in der Öffentlichkeit“, sagte der Profi. „Da war schon die Überlegung da, sich das nicht mehr anzutun.“ Letztendlich habe er sich jedoch davon überzeugen lassen, dass hundertprozentige Sicherheit auch in der Anonymität nicht gewährleistet ist. „Deshalb mache ich weiter das, was mir Spaß macht.“

Als zweite Zeugin haben die Richter am Mittwoch die frühere Lebensgefährtin des Angeklagten Sergej W. vernommen. Die 22-Jährige beschrieb den geständigen Attentäter als ruhigen, in sich gekehrten, ja fast menschenscheuen Zeitgenossen. „Er hat immer an sich gezweifelt, dachte immer, er müsse noch mehr machen“, sagte die Zeugin.