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Virtueller Blick in die Alte Synagoge

DORTMUND Nur 38 Jahre stand die Alte Synagoge an ihrem Platz - dann wurde sie unter der Ägide der Nationalsozialisten gesprengt. Jetzt gibt es zumindest virtuell die Möglichkeit, einen Blick in das prachtvolle Bauwerk zu werfen.

Virtueller Blick in die Alte Synagoge

Ein prachtvoller Bau war die im Jahre 1900 eröffnete Alte Synagoge am Hiltropwall.

In jahrelange Forschungsarbeit haben Experten des Dortmunder Stadtarchivs und des Architektur-Lehrstuhls der TU Darmstadt virtuell konstruiert. Das Ergebnis sind rund 50 Bildmotive mit Innen- und Außenansichten, die das im Juni 1900 eröffnete kulturgeschichtlich bedeutsame Gebäude an der Ecke Hiltropwall/Hansastraße wieder vor den Augen des Betrachters erstehen lassen.

Grundlage sind neben den Bauplänen, die in den Akten des Stadtarchivs erhalten sind, wertvolle Fundstücke aus dem Nachlass des Architekten Eduard Fürstenau, die Stadtarchiv-Leiter Dr. Günther Högl in Berlin erkundet hat. Sie boten insbesondere mit Zeichnungen und einem farbigen Aquarell aus der Feder des Architekten wertvolle Hinweise auf die Innenausstattung der Synagoge.

Außer im Internet ist der virtuelle Rundgang durch die Alte Synagoge auch am Sonntag zu bewundern. Dann stellt Dr. Högl das Projekt und seine Ergebnisse ab 14 Uhr beim Tag der offenen Synagoge im Zentrum der Jüdischen Kultusgemeinde an der Prinz-Friedrich-Karl-Straße 9 vor. Am gleichen Tag gibt es ab 11 Uhr auch Führungen durch die aktuelle Synagoge und eine Ausstellung zum jüdischen Lichterfest  "Chanukka". Am 11. Dezember präsentiert der Stadtachiv-Leiter das Projekt im Rahmen der Vorlesungsreihe "Bild und Klang" in der Reinoldikirche vor.

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